Aus den Streams der letzten Tage

Heute gibt es die Auswahl der per News Feed entdeckten Artikel in zweierlei Darreichungsformen — kurz eingeleitet oder direkt verlinkt.

Kurz eingeleitet

Geschichtliche Vergleiche in Artikeln sind immer ein Minenfeld, besonders bei Anhäufungen: Dekadente Kulturen opfern ihre Kinder einem Moloch und feiern Eroberer als Befreier (Journalistenwatch, 18. Januar)

Partnerschaftlicher Umgang auf Augenhöhe, was sonst: "Wir werden Österreich genauer beobachten" (Heute.at, 18. Januar)

"Die Bürger sind aufgebracht, die Stimmung in der Stadt wird von vielen inzwischen als aufgeheizt bezeichnet": Zuzug von Flüchtlingen – „Cottbus wird alleingelassen“ (Welt, 18. Januar)

Wahrscheinlich kennt jeder in seinem Freundes- und Bekanntenkreis Menschen, die diesem Beitrag anlässlich der Aufregung um Flüchtlings-Doku im Kinderkanal (Bild, 8. Januar) per se zustimmen – oder ihm grundsätzlich widersprechen: Junger Deutscher liebt Muslima – Kein Fall für Kika (Achgut, 18. Januar)

Die Gamer sind definitiv im Mainstream angekommen: Kingdom Come: Deliverance – Die Reaktion auf die Rassismus-Vorwüfe (GameStar, 17. Januar)

Magie ist Geldvermehrung durch Wollen: Brisanter Antrag NRW-Parlamentarier gönnen sich 14 Millionen Euro mehr (Welt, 17. Januar)

Ob die Maßnahmen des amtierenden US-Präsidenten wirklich einen positiven Einfluss auf die US-Wirtschaft haben, harrt noch der handfesten Beweise. Apple announces plans to repatriate billions in overseas cash, says it will contribute $350 billion to the US economy over the next 5 years (CNBC, 17. Januar)

"Allein im Vorjahr seien bereits 1600 Strafanzeigen wegen Gewalt an Wiens Schulen erstattet worden, wissen die Personalvertreter": Wiener Lehrerinnen – „Der Schüler riss mich an meinen Haaren zu Boden“ (Krone, 17. Januar)

Die Uni-Leitung reagiert da ziemlich unaufgeregt: An der Uni in Leoben wurden homophobe Flyer mit NS-Propagandabildern verteilt (Vice, 17. Januar)

Ein Fall von Cherry Picking? Einsatz gegen rechte Hooligans – Wie viel Polizei darf es denn sein in Connewitz? (Welt, 17. Januar)

Um konsequent zu sein, können Anleitungen nicht schaden: Gerechtigkeit – Was du tun kannst, wenn Freunde oder Kollegen Nazi-Kleidung tragen (Bento, 16. Januar)

Ein Rechenbeispiel, wie jemand, dessen Beitrag von einer Behörde übernommen wird, zu einer Entlastung führt, würde im Rahmen einfacher dpa-Artikel wahrscheinlich zu weit führen: Flüchtlinge entlasten gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (Ärzteblatt, 16. Januar), Gesetzliche Krankenkassen – Zuwanderer führen „zu einem doppelten Entlastungseffekt“ (Welt, 17. Januar)

Ein Beispiel für das St. Florians-Prinzip: Nach dem Angriff auf ein Ehepaar – Cottbus reagiert auf Messerattacke (Lausitzer Rundschau, 16. Januar)

Nur Vermutungen im Text, die kontextuell zu Kandel und Kika passen, aber eine Bestätigung gibt es von keiner Seite: Polizeieinsatz – 18-jähriger Syrer wegen Bedrohung angezeigt (Nordkurier, 16. Januar)

Konsequenterweise müßte eine Staatsanwaltschaft jetzt gegen Gedeon ermitteln, da ein Gericht ihm Leugnung des Holocaust "nachgewiesen" hat: Landgericht Berlin – AfD-Politiker Gedeon darf "Holocaust-Leugner" genannt werden (Tagesspiegel, 16. Januar)

Wie soll der Staat denn sonst seinen Pflichten nachkommen, wenn er keine zeitgemäßen Einkommen erzielt? Reform der Grundsteuer – „Wohnen wäre kaum bezahlbar“ (Welt, 16. Januar)

Konsequente Rechtsdurchsetzung von der Wiege bis zur Bahre: Illegales Glücksspiel? Bingo-Verbot in Seniorenheim (Wilde Beuger Solmecke Rechtsanwälte, 15. Januar)

Zwischen all den ganzen ersten Themen muss auch mal Platz für Entspannung sein: Privileg, Irrsinn, Geldverbrennen – Die teure Wahrheit über Videospiele (Der Standard, 14. Jänner)

Da versucht jemand, den Spieß umzudrehen: Fildorado in Filderstadt – Badegast fühlt sich von Burkiniträgerinnen diskriminiert (Stuttgarter Zeitung, 12. Januar)

Eigene Interessenvertretungen im Gastgeberland auf dessen Kosten (hier von der Bundesregierung, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Bonn mit insgesamt 310.000 Euro finanziert) zu gründen, ist durchaus ein interessanter Ansatz: Interessenvertretung – Bonn plant erste Flüchtlingsräte in Sammelunterkünften

Mal schauen, was die Zahlen für 2017 ergeben werden: Private Nachfrage nach Schweinefleisch schwächelt (Bundesverband der Deutschen Fleichwarenindustrie, 25. Januar 2017)

Direkter Link

Zum Hintergrund
Unter dem Tag Linkschleuder (und mit wechselnden Überschriften) werden jene Artikel versammelt, die "aus den Streams" der verschiedenen Social-Media-Kanäle kommen. Die redaktionelle Darstellung variiert, doch eine klare Nennung der Medien und der Veröffentlichungsdaten ist konsistent. Die ausgewählten Medien sind entweder hiesige oder internationale etablierte Medienhäuser jeglicher Couleur, "neue" Medien (sprich Online-Medien) oder lesenswerte Blogs. Die Einordnung der Informationen obliegt üblicherweise dem Leser.