Aus den Streams – Medien-und Presseschau vom 7. Oktober

Markus Vahlefeld fühlt sich derzeit an den Film "Good Bye Lenin" erinnert, gesteht er in seinem Achgut-Beitrag Die späte Rache der Linken am vereinigten Deutschland vom 6. Oktober.

Öffentlicher Nahverkehr in Hessen: Staatsdiener sollen Gratistickets für die Bahn bekommen, schreibt die Welt am 5. Oktober. "Man könne so mehr hoch qualifiziertes Personal für den Staatsdienst werben und die Umweltbelastung durch Autogase verringern", zitiert Welt die hessische Landesregierung in indirekter Rede.

Der Mariannen-Platz in Berlin soll – auf Anregung der Linkspartei – zum Teil in Rio-Reiser-Platz umbenannt werden, schreibt die Berliner Zeitung am 3. Oktober. Problem ist aber eine Verordnung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg dass Neu- und Umbenennungen nur noch weibliche Namen haben dürfen – doch Bündnis 90/Die Grünen zeigt sich kompromissbereit.

Passt zu der Meldung von Übergriffen in der Deutschen Bahn weiter unten (und zu dem dort zusätzlich verlinkten Artikel mit dem ex-KSK-Mann): Betrunkener Familienvater verprügelt Sanitäter, obwohl Sohn Hilfe braucht, so Tag24 am 3. Oktober.

Mit einem Hilferuf an die Kanzlerin möchte eine junge Frau, die sich dem "IS" angeschlossen hat, von Angela Merkel zurück nach Deutschland geholt werden. Der Zeit-Artikel vom 28. September hat derzeit etwas über 730 Kommentare gesammelt.

(Link:https://www.nzz.ch/meinung/mehr-selbstkritik-als-afd-kritik-wuerde-den-deutschen-parteien-guttun-ld.1318451 text:Mehr Selbstkritik als AfD-Kritik würde den deutschen Parteien guttun popup:yes), ist sich Peter Rásonyi am 26. September in einem Kommentar für die NZZ sicher.

Ergänzend zu den Social-Media-Kommentaren zur Bundestagswahl ein Bericht aus Hamburg von der Welt vom 25. September: AfD-Politiker müssen Wahlparty fluchtartig verlassen

Am 23. September schrieb Karim Dabbouz in seinem Blog: Google zeigt, dass die AfD bei der Bundestagswahl besser abschneiden könnte, als vermutet.

Auf der Achse des Guten beschwerte sich Rechtsanwalt Ansgar Neuhof am 22. September, dass es von der Staatsministerin und Integrations- und Migrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoguz,
keine Antwort für die Ungläubigen gab.

Über die "Die Auswüchse des Kampagnenjournalismus beschwert sich die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin am 21. September in ihrem Blog Freedom ist not Free.

Nachdem schon am 20. August auf Focus zu lesen war, dass aus Angst vor Gewalt-Übergriffen deutsche Rettungskräfte von einem ex-KSK-Mann geschult werden, berichtet die Welt am 20. September aus einem anderen Bereich des täglichen Lebens: Bahn – Wenn der Fahrgast statt der Fahrkarte das Messer zückt.

Im Nachgang zur Bundestagswahl noch ein Artikel von Thilo Sarrazin zur Unterscheidung von gutem und schlechten Protest, am 20. September auf Achgut veröffentlicht.

Das neue iPhone sei ein "Sprung in düstere Vergangenheit", so die SZ am 13. September, und zwar die Face-ID an die "Schädelvermesserei des Kolonialismus" erinnere.

"Wie zu Zeiten der SED-Diktatur" taste man heute "vorsichtig die politische Einstellung von alten Freunden und neuen Bekannten ab", schrieb Edgar Emanuel Roth am 8. September in seinem Beitrag Mein Déjà-Vu: Die Endphase der DDR und die bundesdeutsche Politik seit 2015 für die Jüdische Rundschau.

In einem Beitrag der Zeit vom 6. September geht es um die Autorin Laurie Penny und das Das Ende der weißen, toxischen Männlichkeit und damit auch um das "Verschwinden einer sexistischen, weißen, imperialistischen Männlichkeit von der Leinwand", wie es an einer Stelle im Fließtext heißt.

Schon ein wenig älter, aber immer noch interessant: Der Beitrag "Spiegel"-Enthüllung: Das Nachrichtenkartell von Politplatschquatsch vom 25. Juli über die grundsätzliche Akzeptanz von dpa-Meldungen, der u.a. auf den eigenen Beitrag Ehec: Alarm im Jenseits über die dpa-Meldung "Viele EHEC-Tote werden nicht mehr ganz gesund" verlinkt.