Bildung im 2. Jahrzehnt des 3. Jahrtausends – ein paar Fundstücke

Hier ein paar (ältere) Fundstücke, die vom Grundsatz her zeitlos sind – und sich mit dem ebenso zeitlosen Thema „Bildung“ beschäftigen. Sicherlich wird es eines Tages eine Fortsetzung mit weiteren Artikeln geben.

130 Professoren und Mathemathiklehrer in einem offenen Brandbrief an Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, zitiert nach: Inge Jacobs: Studierende scheitern an Mittelstufenaufgaben – Stuttgarter Unis kämpfen gegen Mathelücken:

„Den Studienanfängern fehlen Mathematikkenntnisse aus dem Mittelstufenstoff, sogar schon Bruchrechnung, Potenz- und Wurzelrechnung, binomische Formeln, Logarithmen, Termumformungen, Elementargeometrie und Trigonometrie. Diese Defizite sind schon längst kaum mehr aufholbar – weder in Vorkursen noch in Brückenkursen.“
Quelle: stuttgarter-zeitung.de vom 7. April 2017

Hildegard Stausberg: Wir sind auf dem Weg in eine Republik der Analphabeten:

"Wenn schon Hochschulabsolventen ohne Punkt und Komma und voller Rechtschreibfehler schreiben, dann muss man die Notbremse ziehen. Orthografie geht nicht nach Gehör. Sie muss geübt werden. Üben ist sexy."
Quelle: welt.de vom 10. April 2017

Joe Gelonesi: Is having a loving family an unfair advantage?:

I don’t think parents reading their children bedtime stories should constantly have in their minds the way that they are unfairly disadvantaging other people’s children, but I think they should have that thought occasionally.
Quelle: Radio National, The Philosopher's Zone vom 1. Mai 2015

PS: Ein Fundstück jüngeren Datums – Josef Kraus fragte sich am 11. Januar ob der Ungereimtheiten aus dem Schulalltag in NRW, ob der Spiegel „relotiert“ – findet sich in der Presseschau KW 2-2019.