"Cultural Genocide" – Ausstellung in Toronto abgesagt

Aus Kanada kommt die Nachricht, dass eine Galerie in Toronto die Ausstellung einer nicht-indigenen Künstlerin, die sich von einem indigenen Künstler hat inspirieren lassen, abgesagt hat. CBC News zitiert Jay Soule, Künstler und einer der Beschwerdeführer gegen die Ausstellung, mit der Erklärung: "What she's doing is essentially cultural genocide" (cbc.ca vom 28. April).

Der sachliche Aufhänger gegen die Ausstellung respektive die Künstlerin ist die "cultural appropriation", sprich die "kulturelle Aneignung". In dem hier verlinkten Wikipedia-Artikel ist unbedingt auch Diskussion zu lesen, da der Text nur einen Teil der Wahrheit darstellt – und zwar die hier relevante Sicht der "Critical-Whiteness-Bewegung". Ansonsten wird der Begriff in anderen Fachdisziplinen "eher relativ konträr" beschrieben und verwendet.