Das "Diesel-Urteil" und ein paar Gedanken

Abgesehen davon, dass bei konsequenter Nutzung des durch das Bundesverfassunsgericht eingeräumten Freiraums bei Fahrverboten (siehe dazu z.B. Was das Fahrverbot-Urteil bedeutet von Auto-Bild vom 1. März)...

  • sich Selbstständige bzw. Unternehmen jeglicher Couleur unglaublich freuen (Handwerker, Lieferanten und alle anderen), weil ihre Fahrzeuge nicht mehr in die Stadt der Gegenwart passen,
  • sich in der Folge die Kunden ebenfalls unglaublich freuen, weil die Kosten steigen und die Auswahl sinkt,
  • sich die Pendler über erfrischend neue Wege zur Arbeit freuen, weil sie z.B. am Stadtrand auf das Fahrrad umsteigen, um dem überfüllten Nahverkehr aus dem Weg zu gehen,
  • sich die Autohändler freuen, weil sie neue Absatzchancen sehen,
  • sich beim weiteren Ausbau der Elektromobilität auch die arbeitenden Menschen in den Staaten mit seltenen Erden freuen, weil sie dann auf absehbare Zeit eine sichere Arbeit haben (auch wenn die Arbeitsbedingungen selbst alles andere als sicher sind, wie z.B. die Daily Mail am 5. August 2017 im Artikel Child miners aged four living a hell on Earth so YOU can drive an electric car skizziert hat)
  • sich die Exporthändler freuen, weil sie deutsche Diesel spottbillig einkaufen und teuer im Ausland verkaufen können,

könnte man ja auch mal über Alternativen nachdenken, wie z.B.

Aber da ein bekanntes Sprichwort bekanntlich "Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird" lautet, hängen die eingangs aufgezählten Gedanken von der konsequenten Nutzung des Freiraums ab und vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm, wie die Miesepeter vermuten, zu denen wahrscheinlich der Lungenspezialist Dieter Köhler gehört: Experte zweifelt Studien an – Der Mann, der in Sachen Feinstaub die falsche Botschaft hat (Stuttgarter Nachrichten, 25. Februar).