Das Pariser Klimaabkommen, die USA und die medialen Reaktionen

Was lange währt, wird endlich gut? Nun, diese kleine Linksammlung zur Klimapolitik, genauer: im Juni veröffentlichten redaktionellen Beiträgen zum Pariser Abkommen, ist sicherlich unvollständig. Für einen Querschnitt, um sich entweder a) eine Meinung zu bilden, oder b) sich auf Basis der Links mit weitergehenden Informationen eine Meinung bilden zu wollen, oder c) zu den bisherigen Mosaiksteinchen des Wissens ein paar weitere Steinchen hinzuzufügen, sollte es reichen.

Deutsche Welle: Merkel: "Nichts kann und wird uns" beim Klimaschutz aufhalten
"In einem kurzen Statement zeigt sich Kanzlerin Merkel bestürzt über die US-Entscheidung, aus dem internationale Klimaabkommen auszutreten. Sie fordert die Weltgemeinschaft auf, gemeinsam gegen den Klimawandel zu kämpfen." (2. Juni)
Tagesspiegel: Merkel zu Trumps Entscheidung "Abkommen ist nötig, um unsere Schöpfung zu bewahren"
"US-Präsident Donald Trump steigt aus dem Klimaabkommen von Paris aus. Das Echo ist verheerend. Kanzlerin Angela Merkel findet deutliche Worte. "Nichts kann uns aufhalten", sagt sie." (2. Juni)
Joachim Steinhöfel: Post auf Facebook
"In der Luft sind 0,038% CO2, davon produziert die Natur 96%, den Rest, also 4%, der Mensch. 4% von 0,038% sind 0,00152 Prozent. Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1%. Damit beeinflusst Deutschland 0,0004712% der Luft. Diese Führungsrolle in der Welt kostet uns jährlich an Steuern und Belastungen etwa 50 Milliarden Euro." (2. Juni)
Telepolis: Trump ist nicht aus dem Pariser Abkommen ausgetreten, die USA waren nie dabei
"Wohlwissend, dass der Kongress nicht zustimmen würde, war Obama nur durch einen Präsidentenerlass dem Abkommen beigetreten, ratifizieren müsste es aber der Kongress." (4. Juni)
BAZ: Donald Trump hat recht II
"Wer rettet wie das Klima? Niemand weiss es. Das Pariser Abkommen aber sicher nicht." (4. Juni)
Freitum: Ausstieg aus überschätztem Pariser Abkommen: Trump kann besser rechnen als grüne Studienabbrecher
"Liebe Leser, die Erfahrung lehrt: Wenn der gesamte politisch-mediale Komplex Deutschlands unisono eine Meinung vertritt, noch dazu im Schnappatmungs-Modus, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen - in aller Regel sind dann linksgrüne Lieblingsthemen in Gefahr, die den Bürgern jahrelang mit hohem moralischen Druck, aber nicht selten ohne wirklich durchdachte rationale Rechtfertigung als "alternativlos" untergejubelt wurden." (6. Juni)
Spiegel: Diplomaten-Protest – US-Botschafter in China kündigt wegen Austritt aus Klimavertrag
"Weil er mit der Klimapolitik von US-Präsident Trump nicht einverstanden ist, gibt der amtierende Botschafter in Peking seinen Job auf. Ende des Monats soll ein neuer Spitzendiplomat in das Amt folgen." (6. Juni)
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Trump im Faktencheck des BMUB
"US-Präsident Donald Trump hat in seiner Erklärung zum Austritt der USA aus dem Pariser Klima-Abkommen am 1. Juni 2017 eine Reihe von Behauptungen aufgestellt, um seine Entscheidung zu begründen. Wir haben geprüft, was an diesen Behauptungen dran ist. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Trumps Rede besteht den Faktencheck in entscheidenden Punkten nicht." (9. Juni)
Achgut: Hilfe, das Wolkenkuckucksheim geht unter!
"Seit Trumps Ausstieg aus dem Pariser Klima-Abkommen laufen die Umwelt-Kassandras zu ganz großer Form auf. Das meiste davon ist pure Heuchelei. Interessant werden beispielsweise verstärkte gemeinsame Anstrengungen von Frankreich und Deutschland für den Klimaschutz. Die einen profitieren von Atomenergie, die anderen setzen auf ein Wolkenkuckucksheim aus Solar- und Windenergie." (14. Juni, Teasertext aus der Meta Description)

Statt einer Fußnote:
Zu jedem der Artikel ließe sich bestimmt etwas sagen (und wer das möchte, sei hier auf die Kommentarfunktion von Disqus verwiesen), aber nur zum Diplomaten eine Anmerkung:
Der US-Botschafter in Peking, der "Karrierediplomat" David Rank, trat aus Protest gegen Trumps Abkehr vom Klimaabkommen zurück. Auch wenn die Geste klar ist: Er wäre nur noch bis Ende des Monats auf diesem Posten gewesen. Insofern lautet die Frage, ob er sich hier "Gratismut" leistet oder auf eine adäquate "Anschlussverwendung" in Washington verzichtet. Diese Frage wird in dem Kurzbericht nicht erläutert.