Der "Spiegel" und dessen Prioritäten in Bezug auf Südafrika

Das Hamburger Wochenblatt Der Spiegel setzt mit dem Interview Südafrika – ein Präsident im Wampenfieber am 23. Februar interessante Prioritäten:

"Cyril Ramaphosa, Südafrikas neuer Staatschef, ist schwerreich und gilt als wenig charismatisch. Mit einer PR-Offensive will er das ändern, Motto: "Die Wampe muss weg."

Warum das interessant ist? Nun, einen Tag zuvor schrieb Business Insider: "South Africa's new president wants to redistribute land from white farmers".

Warum Enteignungen nicht den gewünschten Effekt erzielen müssen, zeigt das Beispiel Simbabwes, der ehemaligen Kornkammer Afrikas, wie dem letzten Absatz im Artikel Namibias Präsident will weiße Landbesitzer vermehrt enteignen (Der Standard, 21. März 2017) zu entnehmen ist:

"Im nahen Simbabwe hatte Präsident Robert Mugabe weiße Farmer zu Anfang des Jahrtausends zumeist ohne Entschädigung ereignet; viele Landbesitzer wurden getötet. Die Landreform führte zu einem drastischen Einbruch der Agrarproduktion, die Simbabwe in eine schwere Wirtschaftskrise stürzte. Die Wirtschaft hat sich bisher noch nicht von der Krise erholt."

Ansonsten sei im Themenkomplex Südafrika beispielhaft auf diese Zitate bzw. Überschriften aus chronologisch sortierten Artikeln verwiesen:

Vor ein paar Tagen gab es hier ja schon den Blog-Beitrag über den Fernsehfilm "Aufbruch ins Ungewisse" der beispielsweise von der FAZ am 14. Februar in dem Beitrag TV-Film „Aufbruch ins Ungewisse“ : Europa ist nicht mehr sicher so eingeleitet wurde:

Angekommen. Vorläufig sicher in Südafrika, der wirtschaftlich wohlhabenden „Rainbow Nation“ mit dem strengen Asylverfahren, flippt Nora Schneider (Athena Strates) erst recht aus. Sie musste ihr Smartphone in Deutschland zurücklassen, wegen der Ortung.

Aber vielleicht schließt sich ja genau so der Kreis: Die vermeintliche Fiktion des Films über das gelobte Land ist die Wahrheit und Medien wie die NZZ, der Focus oder der Stern sind die Miesepeter und Schwarzmaler, und einzig die Blattmacher des DER SPIEGEL berichten mit der korrekten Schwerpunktsetzung.