Die Berichterstattung über eine Einladung zum Essen

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Der Vorgang (bzw. die Berichterstattung darüber) liegt nun rund zwei Wochen zurück, trotzdem wird das Thema hier noch einmal aufgegriffen. Schließlich ist ein Blog doch nicht der Tagesaktualität verpflichtet, oder?

Der dem Artikel College Sports – Trevor Lawrence, Clemson roll over Alabama to win Tigers’ second national title in three years (Washington Post, 7. Januar) zugrunde liegende Sachverhalt ist die Basis für die Berichterstattung über die Menüwahl des US-Präsidenten in der darauf folgenden Woche.

Auch wenn James Kirchick für seinen ehemaligen Arbeitgeber Der Spiegel festgestellt hat, dass die Herangehensweise an Meldungen aus den USA „ein Paradebeispiel für motiviertes Denken“* sei (der Link findet sich hier im Blog), zeigte am 15. Januar sich bei einer breiten Auswahl an Medien eine Vielfalt, wie der Besuch der College-Meister im Football (weitere Details weiter unten) beim amtierenden US-Präsidenten belegt.

Während es bei T-Online (auf Basis einer AFP-Meldung) schlicht heißt, Trump serviert Football-Spielern im Weißen Haus Fast Food, wählt die Mitteldeutsche Zeitung mit Donald Trump muss Ehrengästen im Weißen Haus Fastfood servieren eine eher wertende Überschrift.

Tatsächlich gibt es eine gewisse Vielfalt, denn bei Sport1 wird „kredenzt“, bei der Frankfurter Rundschauserviert“, bei Sport.de wird mit Pizza und Pommes „begrüßt“ und SVZ.de erklärt, warum Donald Trump plötzlich Fast Food serviert.

* In die Kategorie „motiviertes Denken“ könnte eventuell auch ein Teil der Berichterstattung sein, den beispielsweise Stefan Niggemeier am 21. Januar auf Übermedien dokumentiert hat – weitere Details hier im Blog.