Die Links der vergangenen drei Tage (und noch ein paar von davor...)

Knapp 30 Artikel sind es heute und der Großteil stammt aus den letzten drei Tagen. Wie der Zufall es will, sind aber auch ein paar ältere (mal wieder) in den Newsfeed gerauscht. Selbstredend ist auch hier das Veröffentlichungsdatum eindeutig gekennzeichnet.

7. Februar

"Eine Monarchie mit archaischen Nachfolgeritualen, egal wie emanzipiert und fortschrittlich, eignet sich kaum als positive Utopie.": Filmkritik "Black Panther": Kitsch, please! (Heise)

So neu (oder nur auf China beschränkt) ist das jetzt nicht, dass sich natürliche und/oder juristische Personen aus opportunistischen Gründen an die Welt- und Wertvorstellungen politischer Systeme halten: Dalai-Lama-Post in China – Selbstzensur bei Daimler (Deutschlandfunk)

"Wie der Marokkaner es immer wieder schafft, in den Schengenraum zu gelangen, ist kein Thema vor Gericht": Elfmal seit 2007 abgeschoben – Warum Belaid Z. immer wieder illegal nach Frankfurt kommt (Hessenschau)

Die Überschrift dieser Kolumne eines ehemaligen Fußballprofis (auf den der überstrapazierte Ausdruck "Star" zutrifft), spricht für sich: Gegen die Langeweile – So sollte sich die Bundesliga verändern (T-Online.de)

"Er fand das Leben in der thüringischen Stadt Suhl unerträglich": Flüchtlinge – „Dies ist unser Land“ – Warum es Syrer zurück in die Heimat zieht (Welt)

6. Februar

Hm... UN-Bericht: Staatliche Einheiten unterstützen Menschenschmuggel in Libyen – Festgesetzte Flüchtlinge wurden gegen Geld an Schlepper übergeben (Neues Deutschland)

Das liegt wahrscheinlich an einer gesteigerten Sensibilisierung und erhöhten Anzeigebereitschaft: Polizeistatistik – Mehr sexuelle Übergriffe zu Silvester in Berlin als bisher bekannt (Welt)

"Gleichgültigkeit" kennt einen neuen Namen: Qualvoller Tod – Frau stirbt in Badewanne, Haftstrafe für Verlobten (Welt)

Die Überschrift klingt aktuell – die Auflösung dürfte überraschen: Köln – Kölner kämpft gegen Wildpinkler – und überlebt brutale Messerattacke (Focus)

"Eine ausländische Journalistin, die sich dem Schleierzwang widersetzt, würde umgehend ihre Akkreditierung verlieren": Iran: Aufstand der Frauen (Telepolis)

"Satire" darf offensichtlich doch nicht alles: "heute-show" – Oliver Welke greift mit AfD-Satire daneben (Tagesspiegel)

Das nennt man wohl "konservativen Roll-back": Indonesien erwägt Verbot von Sex außerhalb der Ehe – Auch gleichgeschlechtlicher Sex soll unter Strafe gestellt werden (Kurier)

Kaffeetrinker sind offensichtlich die besseren Menschen (zumindest gibt es bislang noch keine derartigen Meldungen aus Cafés): Nordrhein-Westfalen – Polizei beschlagnahmt Waffen nach Randale in Teestube (Welt)

Ob ein Teil der Kritik dem Umstand entstammt, dass das eine Medium ein "Ostprägung" hat und das andere eine "Westprägung"? Werbung der "taz" – Monster aus der Unterschicht (Neues Deutschland)

"Wer hat seinen Schirm vergessen? In diesem scheinbar harmlosen Sätzchen offenbaren sich alle Abgründe einer verachtenswerten Männergesellschaft." Gendern in aller Herrlichkeit (NZZ)

5. Februar

Einen "religiösen oder politischen Hintergrund" konnte man zum Glück "im Vorfeld des Prozesses ausschließen": 46-Jähriger verurteilt – Familie bedrohte Arzt in Troisdorf mit Messer (Generalanzeiger)

Täterbeschreibungen, die sich auf Alter und Gewicht beschränken, helfen nur bedingt: Goethe-Universität Frankfurt – Angriffe in Uni-Nähe: Polizei sucht nach zwei Männern (Focus)

Vor allem "Mindestpensionisten und Alleinerzieherinnen" sind betroffen: Mindestrentner etc. – Leben immer teurer: Wiener stürmen Sozialmärkte (Krone)

"Wenn ich die Macht hätte, würde ich den Jungen Geld geben, um Schwule und Freimaurer aufzuspüren und zu köpfen": Kolumne – Rihanna, Illuminati und Freimaurer in Dakar (NZZ)

Die Begrifflichkeiten hinsichtlich der "Opfer" gehen zwar etwas durcheinander, aber dafür wird der gerechte Kampf der "Täter" für eine faire Welt kaum angerissen: Zehnköpfige Gruppe begeht Übergriff auf zwei Burschenschafter (Thüringen24)

4. Februar und früher

Er kommt aus dem Bundesland, das schon mal gegen Atommüll getauscht werden sollte: Bundestagsabgeordneter – AfD-Vorstand posiert vor Wolfsschanze – mit Hand am Herz (WAZ, 4. Februar)

Wenn ein Informatiker auf die Welt schaut, hat er meist eine andere Perspektive als beispielsweise ein gewählter Politiker: Vom Sterben eines Kindergartens (Danisch.de, 3. Februar)

Im Gegenzug zu koalitionären Forderungen oder Hochrechnungen (Zeit, 19. Oktober 2017) kennen weder die geltende Rechtslage noch die Mitmenschlichkeit eine Obergrenze: Flüchtlingskrise – Fast viermal so viel Menschen durch Familiennachzug nachgeholt (Wochenblatt, 2. Februar)

"Körperliche Gewalt ist unter den rund 8000 Zuwanderern aus Tschetschenien, die in Brandenburg leben, nicht selten": Asylbewerber in Wittstock – Tschetschenen-Clan bereitet große Sorgen (Märkische Allgemeine, 1. Februar)

Das konservative Kolumnistenfeigenblatt eines Hamburger Wochenblatts arbeitet sich an denen ab, die im Gegensatz zu ihm noch kein arriviertes Mitglied der Gesellschaft sind: Trends der Benachteiligung – Jung, erfolgreich, diskriminiert (Spiegel, 1. Februar)

In diesem Beitrag finden Sie einen Trollkommentar aus Österreich über "Merkels BND": Austro-Watergate (Telepolis, 29. Januar)

Ihr Buch erschien am 1. Februar: Kholoud Bariedah – „Alle zwei Wochen, immer am Freitag, bekam ich 50 Hiebe“ (Berliner Zeitung, 27. Januar)

Anders als bei dem Fall in Troisdorf (siehe oben) sieht es bei "einem Akt persönlicher 'Vergeltung' [...], um das von ihm empfundene Unrecht an seinen Glaubensgenossen zu rächen" schon eher nach einem "religiösen oder politischen Hintergrund" aus: Mord in Hamburg-Barmbek – "Sie vermissen ihren Sohn": Vor Prozess wegen Messer-Attentat trauert Opfer-Familie (Focus, 11. Januar)

Das war noch vor der mitmenschlichen Entscheidung im Jahr 2015: Hamburg – Schwerkriminelle Flüchtlinge werden gezielt eingeschleust (Abendblatt, 27. November 2014)

Zum Hintergrund
Unter dem Tag Linkschleuder (und mit wechselnden Überschriften) werden jene Artikel versammelt, die "aus den Streams" der verschiedenen Social-Media-Kanäle kommen. Die redaktionelle Darstellung variiert, doch eine klare Nennung der Medien und der Veröffentlichungsdaten ist konsistent. Die ausgewählten Medien sind entweder hiesige oder internationale etablierte Medienhäuser jeglicher Couleur, "neue" Medien (sprich Online-Medien) oder lesenswerte Blogs. Die Einordnung der Informationen obliegt üblicherweise dem Leser.