Ein Gedanke zu den Menschen der Zukunft

An dieser Stelle stand vor ziemlich genau einem Monat Ein Gedanke zu den Menschen der Gegenwart:

Wer unzufrieden ist mit den Menschen der Gegenwart, der werfe einen Blick in Kindergärten und Grundschulen. Dort ist die Zukunft.

Wie der Zufall es will, haben Anfang März nun verschiedene Medien genau darüber berichtet: Die Zukunft – und zwar unter dem Berliner Brennglas, siehe z.B. Nach Gewalt-Eskalationen! – Diese Schöneberger Grundschule hat jetzt einen Wachschutz (Berliner Zeitung, 1. März) oder Spreewald-Grundschule in Schöneberg – Wachdienst soll Gewalt an Berliner Grundschule stoppen (Focus, 1. März).

Wie es in Berlin um den Rohstoff "Bildung" flächendeckend ausschaut, hat vor rund einem Monat "Vera 3" gezeigt und wurde unter der Zwischenüberschrift "Bildung in Berlin" am 12. Februar im Blog zusammengetragen (mit weiterführendem Link auf die Antwort auf eine schriftliche Anfrage). Keinen Eingang in diesen Beitrag hat übrigens Vergleichsarbeiten der Berliner Drittklässler: Großes Risiko - in Deutsch und Mathe (Tagesspiegel, 8. Februar) gefunden.

Aber falls jemand glaubt, Probleme (gleich welcher Art) seien nur auf Deutschlands größte Stadt beschränkt, werfe einen Blick in Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland:

"Die Aufgaben sind überbordend bis überfordernd und die Personalausstattung ist miserabel", sagte der Lehrbeauftragte der Heinrich-Heine-Universität.
In NRW – Lehrer stehen mit muslimischen Jungen vor besonderer Herausforderung (Focus, 20. Februar)

Ansonsten ging das grundsätzliche Problem auch zuletzt im Oktober durch in größerem Maßstab durch die Presse, siehe z.B. IQB-Studie enthüllt – Schreiben und Rechnen: Note 6! (Bild, 13. Oktober).

In dem Kontext fiel auch auf, dass die Medien ihre Stockphotos überarbeiten müssen : Bei Meldungen wie Schlechtes Zeugnis für NRW-Grundschüler (WDR, 13. Oktober) wird die Vielfalt in den Klassenzimmern nur unzureichend abgedeckt, siehe dazu z.B. hier im Blog Bildungspolitik contra Demographie.