Ein Kessel Buntes – Links aus diversen Streams

Es geht u.a. um "Humor" (bzw. die Kritik daran), Recht, Gesetz und Politik, Feminismus, Migration, Hunde, Bildung sowie die Bundeswehr und die NATO.

15. Februar

Die Dachüberschrift benutzt ein großes Wort, das allerdings erst wahr wird, wenn die (massen-)mediale Resonanz entsprechend einsetzt: Ein mehrfacher Skandal – Ruhrbarone: Miesester „Humor“ auf Kosten Dresdner Bombenopfer (Tichys Einblick)

Unter diesen Bedingungen wird tatsächlich nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen, jedenfalls nicht von deutschen Truppen: Versprechen an die Nato in Gefahr – Vertrauliches Papier offenbart desolate Zustände bei der deutschen Bundeswehr (Focus)

Der Bericht über die Arbeit eines israelischen Journalisten, der "nicht an die Codes der politischen Korrektheit gebunden" ist, lässt sich wahlweise gegen Entgelt auf Welt+ lesen oder als Zusammenfassung in Österreich: Wie leicht sich Islamisten nach Europa einschleichen (Die Presse)
Zum letzten Absatz des Artikels passt übrigens dieser Beitrag des US-Historikers Bernard Lewis (Princeton) aus der Sommerausgabe 2007 von "New Perspectives Quarterly": The Third Wave: Muslim Migration to Europe

14. Februar

Im Vorspann wird von "Chancen" und "Herausforderungen" gesprochen, beides im Text aber nicht geklärt – interessant sind neben den nackten Zahlen aber auch die eingebundenen Videos: Migration – Zuwandererkinder an vielen NRW-Schulen in der Mehrheit (Welt)

Das größte Gefährdungsrisiko tragen laut Psychiater David Strahl, Chefarzt der Forensik II an der LVR-Klinik, Frauen zwischen 14 und 21 Jahren (90%), die den Mann kennen (77%): 20-Jähriger festgenommen – Entsetzen über Vergewaltigung in Viersen (Rheinische Post)

Irgendwie wirkt das komisch, wenn man eine gesetzliche Regelung aufsetzen will, die konträr zur eigenen Haltung stehen: Koalitionsvertrag – Bundesministerien vergeben selbst viele befristete Verträge (Spiegel)

13. Februar

Irgendeinen Makel muss ein Nebenjob schon haben, wenn man faktisch ohne intellektuelle Qualifikation gutes Geld verdient: Hostessen – "Wer zu dick ist, wird aussortiert" (Zeit)

Es handelt sich hier um zwei NATO-Partner, die Jahrzehnte Seite an Seite standen: Syrienkrieg – Erdogan droht USA mit "osmanischer Ohrfeige" (Spiegel)

In seinen Bericht aus Hamburg lässt Matthias Matussek en passant auch den Satz "Wenn ich es nicht selber erlebt hätte, würde ich es nicht glauben" einfließen: Alsterblick von drinnen – Hamburg: Bericht aus einer verwunschenen Welt (Tichys Einblick)

Der Hund war ein Boxer, jetzt ist er (erst einmal) im Tierheim: Polizist zusammengeschlagen – Männer hetzen Hund auf Passanten und Polizei (Welt)

Schlechter erging es einem Hund in Straubing: Nachrichten aus Deutschland – Mann wirft Hund aus Fenster im dritten Stock - tot (Stern)

12. Februar

Während sich manche Journalisten auf flache Witze der Sorte "Vom Schulz-Zug zum Schulz-Rückzug beschränken, gibt es auch Beiträge, die den Blick auf ein größeres Ganzes (und damit auch die Folgen für die CDU) wagen: Nachruf auf einen großen Rheinbundromantiker – Martin Schulz, der Phaethon aus Würselen (Tichys Einblick)

Die grundlegende Problematik solcher Texte zeigt sich schon beim vorschreibenden Wörtchen "sollte", wie es bereits in der Einleitung verwendet wird: Hochzeit – Behaltet eure Namen (Zeit)

Der Beitrag hätte leicht auch mehr als nur vier Kommentare einsammeln können: Berliner Justiz erwägt Konsequenzen - Häftling ist nach Ausbruch weiter auf der Flucht (RBB)

Wer (als Journalist) "Law & Order" und "Multikulti" verwundert als Gegensatzpaar beschreibt, bezeichnet im Umkehrschluss "Multikulti" und "Recht- und Gesetzlos" als ein Paar: Mechelen in Belgien – Wie ein Bürgermeister seine Stadt rettet (Spiegel)

11. Februar

Allein der Vorspann des Artikels dürfte schon dafür sorgen, dass bei manchen Menschen gewisse Synapsen aktiviert werden: Tübingen – Das Rätsel um einen Flüchtling, dem Deutschland Schutz gewährt, obwohl er ein Kind überfiel (Stern)

Der neue Direktor von Schwedens Nationalem Amt für Kulturerbe habe, so eine Schweizer Tageszeitung mit einem indirekten Zitat, noch nie ein Buch über Archäologie oder Kulturerbe gelesen: Armes, dummes Schweden (BAZ)

10. Februar

In einer Kolumne sind solche Wertung legitim: "Wenn ein feministischer Wächterrat mitentscheidet, welche Frau welchen Job ausüben darf, ist das ein Rückschritt für die Gesellschaft." Feminismus ausser Kontrolle (NZZ)

Auf Legal Tribune Online beschäftig sich ein Autorenduo mit dem Konflikt zwischen Art. 5 GG und der Option des "Blockens": Digitale Interaktion auf öffentlichen Netzwerken – Vom Staat blockiert (LTO)

Älter bis deutlich älter

Juristisch gibt es sicherlich eine Begründung, warum "lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung" zu selbstgestaltetem Freigang führt, Nichtjuristen dürften bei der Formulierung eher ein Problem haben:
JVA Tegel – Verurteilter Doppelmörder verlängert eigenmächtig Ausgang (Berliner Zeitung , 7. Januar)

Knapp zehn Tage nach dem 39. Jahrestag der Rückkehr eines politischen Führers in sein Land holte Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel diesen Text aus der digitalen Versenkung: 30 Jahre Schach mit Affen (steinhoefel.com, 4. November 2009)

Noch älter ist dieser Beitrag, der – im Gegensatz zu Steinhöfels Tweet – ohne Datumsangabe verbreitet wurde: The postwar photographs that British authorities tried to keep hidden (The Guardian, 3. April 2006)

Zum Hintergrund
Unter dem Tag Linkschleuder (und mit wechselnden Überschriften) werden jene Artikel versammelt, die "aus den Streams" der verschiedenen Social-Media-Kanäle kommen. Die redaktionelle Darstellung variiert, doch eine klare Nennung der Medien und der Veröffentlichungsdaten ist konsistent. Die ausgewählten Medien sind entweder hiesige oder internationale etablierte Medienhäuser jeglicher Couleur, "neue" Medien (sprich Online-Medien) oder lesenswerte Blogs. Die Einordnung der Informationen obliegt üblicherweise dem Leser.