Ein Sachverhalt, zwei Sichtweisen

Schon ohne persönlichen Bezug, also z.B. rein aus der Brille des Sprach- und Kommunikations- oder des Politikwissenschaftlers, ist der folgende Auszug aus einem Beitrag sehr interessant:

Ein älterer palästinensischer Mann steht vor seinem Haus und wischt sich Tränen aus dem Gesicht. Sein Sohn hat am Vorabend drei Israelis getötet. Manche israelische Medien schreiben, er habe die Familienmitglieder förmlich abgeschlachtet. "Der Junge hat gesehen, was die Israelis gerade an der Al-Aksa-Moschee machen", sagt er. "Sie töten, schlagen, verwunden die Menschen. Es gibt keine Gebete in unserer Heiligen Stätte mehr." Wenn es diesen Ort nicht mehr gebe, sagt der Vater, dann verschwinde auch die Ehre der Muslime.
Quelle: Tagesschau.de, 22. Juli: Jerusalem und Westjordanland – Keine Versöhnung im Tempelberg-Streit

Auf eine gänzlich andere Art und Weise beschreibt Thomas Eppinger für die österreichische Website Schlaglichter den Sachverhalt. Schon die Überschrift ist eine Ansage: Ein Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei.

Schlussendlich noch ein Zitat aus Eppingers Artikel, das grundsätzlich gilt (sich also äquivalent auch auf andere Sachverhalte übertragen lässt):

"Wie kann man unparteiisch sein, wenn die Barbarei die Zivilisation bekämpft?"