Eine Aktualisierung zur Causa „Claas Relotius“

Zum ehemaligen Der Spiegel-Mann Claas Relotius gibt es hier bekanntlich einen eigenen Tag, der längere Zeit nicht zum Tragen kam. Nun gibt es Neuigkeiten.

Der Einfachheit halber beginnt das Update historisch-chronologisch Ende Oktober, genauer: am 23. Oktober bei der Welt. Dort wurde nämlich aufgeschrieben, dass sich der „Serienfälscher“ nun „selbst als Opfer“ sehe und gegen das Buch seine zwischenzeitlichen Mitautoren Juan Moreno vorgehe. Zwei Tage später schrieb dann beispielsweise die Tagesschau, dass der Autor sein Buch verteidige.

[Es folgt ein kleiner Zeitsprung].

Am 8. November berichtet u.a. der Tagesspiegel, dass es „Fälschungen“ im _Wikipedia-Artikel über Claas Relotius kam bzw. dieser (der Artikel) „offenbar mehrfach Ziel von Manipulationen“ wurde. Am selben Tag schreibt die Welt aus der Sicht eines Betroffenen, dass und wie es auf der Online-Enzyklopädie zur „Relativierung des Relotius-Skandals“ kam. „Betroffen“ heißt an dieser Stelle: Für die Manipulationen wurde gar ein gefälschter Screenshot aus dem Digitalangebot der Welt angefertigt.

Über das aufgeflogene „Sockenpuppen-Kartell“ schreibt einen Tag später auch die FAZ. Ihr Fazit in der Überschrift: Relotius „wäre gerne Karl May“. Dieser Text ist besonders empfehlenswert, da er Links auf Wikipedia-Artikelversionen und einen Archivlink des Welt-Screenshots enthält.
Wer direkt ein Beispiel haben möchte, dem sei dieser „Difflink“ de.wikipedia.org/w/index.php?diff=192710211 auf die Diskussionsseite zu Relotius' Wikipedia-Artikel empfohlen.