Eine Ergänzung zu Abu Jahar – die Uni Bielefeld und der Spiegel

Weil es kontextuell irgendwie zum Blog-Artikel über den Rapper Abu Jahar, dessen Absage und die ergänzenden Links passt, seien hier die Aussage einer Studie und eine Aussage aus einer Spiegel-Ausgabe von 1997 gegenübergestellt.

In der "Dokumentation Veranstaltungsreihe Islamfeindlichkeit" schrieben Beate Küpper, Andreas Zick und Andreas Hövermann (zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung alle Universität Bielefeld) unter der Überschrift "Islamfeindlichkeit in Deutschland und Europa" auf der zweiten Seite u.a.:

Die Islamfeindlichkeit unterstellt Islamismus, Terrorismus, Nicht-Integration, Sexismus usw. Dabei ist es für das Vorurteil irrelevant, ob diese unterstellten Phänomene existieren; das Vorurteil sucht auch weder nach Ursachen noch macht es sich die Mühe und bewertet individuell. Im Gegenteil, es unterstellt Stereotype der ganzen Kategorie, also dem Islam und den Muslimen. Diese Feindlichkeit strebt nach Ungleichwertigkeit und genau darin lässt sie sich leicht mit vielen anderen Vorurteilen verbinden (vgl. Zick et al. 2008). (Hervorhebung durch den Autor)
Quelle: Islamfeindlichkeit in Deutschland und Europa (PDF)

Ungefähr 20 Jahre früher schrieb der Spiegel:

"Das Ruhrgebiet hat in den letzten 150 Jahren ein halbes Dutzend Einwandererwellen verkraftet. Die Türken aber sind die ersten Fremden, die sich nicht integrieren lassen wollen."

Passend dazu sei noch auf den Blog-Artikel "Der Spiegel als geistiger Wegbereiter?" verwiesen.