Eine Erwiderung zu Juso-HSG und VVStÖ

Im Kontext zu dem Facebook-Screenshot von Juso-Hochschulgruppe und VVStÖ, der am 18. Oktober hier ein Thema war, ging eine Rückmeldung mit der Bitte um Veröffentlichung ein. Sollte aus dem Umfeld der ursprünglichen Themensetzer ebenfalls eine Rückmeldung eingehen, wird sie ebenso unkommentiert veröffentlicht:

„Die Verleugnung der Heterogenität in den vielen tausend Bünden, die von kontroversen und konstruktiven Auseinandersetzungen auch zu den von euch genannten Themen geprägt sind und den Geist ständiger Modernisierung, Toleranz gegenüber anderen Auffassungen und Offenheit für alle und alles innehaben, belegen die mangelhafte Auseinandersetzung mit dem Inhalt unserer Gemeinschaften. Die Verallgemeinerung, alle seien bösen, nur weil es in unseren Kreisen den gleichen Querschnitt durch die Gesellschaft gibt, wie in allen sozialen Gruppen, ist genauso falsch, wie wenn wir behaupteten, alle Chinesen oder Bolivianer seien Mörder, nur weil Mao und Guevara genau solche verrückten Schweine und Mörder waren, wie Hitler und Stalin. Meine offen homosexuellen, asiatischen, sozialdemokratischen, schwerbehinderten und anderen Bundesbrüder fühlen sich genauso wohl und akzeptiert, wie jeder andere auch. Wir leben nämlich Diversität, statt ihr nur nach zu jammern. Wir üben Toleranz und Nächstenliebe und ja, Gott verdammt, wir fechten. Warum? Weil wir Bock drauf haben, so wie andere gerne Fallschirmspringen. Wegen der Selbstüberwindung, dem Nervenkitzel. Und wir trinken gerne mal ein zwei drölf Biere. Weil uns schmeckt und zu unserer Subkultur dazu gehört, wie das Kiffen zur Rastafari-Religion. Im Gegensatz zu Rastafaris sind wir aber nicht homophob. Lieber trinken wir an unseren Tresen einen zuviel, als in die U-Bahn zu kotzen und Leute um ein paar Euros anzuzetteln, weil Arbeit ja scheiße sei. WIR sind zu unideologischem Austausch auf Augenhöhe bereit, ohne dummes Eliteblabla. Seid ihr es auch? Ohne Steine und Farbbeutel?
ein Leser, anonym