Einmal "Artikelsalat" querbeet

Ultraschall im Smartphone
Heise Online berichtet am 6. Mai über Ultraschall-Spyware in 234 Android-Apps.
"Wag the Dog" auf Twitter
In seinem Beitrag Das "Twitter-Mädchen" im Syrienkrieg (Telepolis, 8. Mai) setzt sich Rechtsanwalt Markus Kompa mit Propaganda bzw. einem "kreativen Umgang mit der Wahrheit" auseinander. Der Autor vertritt übrigens den Betreiber des im Beitrag genannten Bloggers gegen das Wochenmagazin Stern.
Kurzfristige Planänderung für Macron
Kurz bevor Macron seinen (voraussichtlichen und hinterher dann tatsächlichen) Wahlsieg feiern wollte, wurde die ursprünglich avisierte Lokalität wegen einer Bombendrohung geräumt, berichtet die Daily Mail am 7. Mai.
Erste Schritte des neuen Präsidenten
Wie der britische Express am 8. Mai schreibt, hat der siegreiche Kandidat der Stichwahl um das Amt des französischen Präsidenten das erste Telefonat mit der deutschen Kanzlerin geführt. Für hochgezogene Augenbrauen habe laut des Berichts die ausgewählte Musik gesorgt, zu deren Klängen Macron nach der Wahl die große Bühne betrat.
Der Außenminister und die Rattenfängerin
Mit der nonchalanten Aussage "Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn die Rattenfängerin die nächste französische Präsidentin wird" (Spiegel vom 6. Mai) hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel einen Tag vor der Stichwahl letztlich rund ein Drittel der Wähler als "Ratten" bezeichnet. Im französischen Wikipedia-Artikel über die G7 war Marine Le Pen am 7. Mai 2017 um 14.43 Uhr für kurze Zeit Präsidentin.
AvdB – Die Presse zieht eine erste Bilanz
In seinem Leitartikel für Die Presse geht Rainer Nowak am 6. Mai hart mit Alexander van der Bellen ins Gericht: Es sei "als Bundespräsident, wie er als zerstreuter Chef der Grünen war: bei Bedarf links, rhetorisch originell und immer für ein zünftiges Fettnäpfchen zu haben."
YouTube und die Rundfunklizenz
Horst Lüning von whisky.de hat einen Tag vor der Wahl in Schleswig-Holstein (und damit acht Tage vor der NRW-Wahl und viereinhalb Monate vor der Bundestagswahl) eine klare Botschaft auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht: "Warum YouTuber niemals SPD wählen dürfen".
Unternehmertum kommt allenfalls am Rande vor
Eine Schulbuch-Studie der Universität Siegen kommt u.a. zu dem Ergebnis, dass hiesigen Schülern im Unterricht "eine einseitig marktskeptische Perspektive vermittelt" werde, berichtet die Welt am 8. Mai.
Per Losverfahren in den hr-Rundfunkrat
Der hr-Rundfunkrat begrüßt ein neues Mitglied, berichtet der Hessische Rundfunk in einer Pressemeldung. Gemäß der gesetzlichen Vorgaben haben sich DITIB, Ahmadiyya und die Alevitische Gemeinde "mittels eines Losverfahrens auf einen gemeinsamen Vertreter geeinigt".
Beletage statt Provinz
Nur noch zwei Spiele, so hoffen die Verantwortlichen des VfB Stuttgart laut der Stuttgarter Zeitung vom 7. Mai, dann "soll die Tour durch die Provinz beendet und die ersehnte Rückkehr in die Beletage perfekt sein." In der Tat warten dann statt Provinznestern wie München (1860), Düsseldorf (Fortuna) oder Berlin (1. FC Union) nach dem aktuellen Tabellenstand so schillernde Metropolen wie Hoffenheim (1899), Wolfsburg (VfL) oder Leverkusen (Bayer 04), in denen teilweise sogar Fußball auf Bundesliganiveau gespielt wird.
Fakten zur EU per Video
"Ist die EU obsolet?", fragte die Europäische Kommission – Vertretung in Deutschland am 5. Mai auf Facebook. Die Antwort geben sie gleich selbst in dem Video, das sie dazugehörig in ihrem Facebook-Post eingebaut haben.
Sprache und Fehler
Wo es in der Überschrift einer Polizei-PM noch eindeutig heißt, dass eine "20-jährige Frau vergewaltigt" wurde, schreibt die Polizei im Fließtext "wurde sie [...] zum Geschlechtsverkehr gezwungen". Das ist zwar noch nicht auf dem Niveau, vergewaltigte Frauen "Erlebende" zu nennen (faz.net vom 24. Februar), beschreibt die Tat aber sachlich-harmloser, als die Frau sie mutmaßlich empfunden hat. Die Kölnische Rundschau, die die Meldung am 8. Mai aufgenommen hat, macht aus "Uedem" übrigens die Stadt "Uemden".
Und noch ein Urteil bei den "Kohl-Protokollen"
Das Kölner Landgericht hat Altkanzler Helmut Kohl eine Entschädigung von einer Million Euro zugesprochen, berichtet Juve am 27. April. Zuvor hatten das Landgericht Köln am 13. November 2014 (AZ 14 O 315/14) und das Oberlandesgericht Köln am 5. Mai 2015 (AZ 15 U 193/14) Urteile im Streit um die "Kohl-Protokolle" gefällt.
Die "Facebook-Falle" des Heiko Maas
In einem Beitrag vom 5. Mai beschäftigt sich auch die Jüdische Rundschau mit Facebook, Twitter und Co. und der Auswirkung auf den politischen Betrieb. Zitat: "Hier schafft sich Volkes Stimme Raum und sie bricht das Meinungsmonopol des Establishments."
Kurt Tucholsky in den Alpen
Auch in der Schweiz kann derjenige, der auf den Schmutz hinweist, schlechter wegkommen bzw. als gefährlicher gelten als der, der ihn macht: In der Gemeinde Reinach ist die SP-Einwohnerrätin Farideh Eghbali als Mitarbeiterin des Asylheims entlassen worden, nachdem sie ein Jahr lang intern auf Missstände aufmerksam gemacht hat und diese irgendwann öffentlich wurden.
Die roteste aller roten Linien
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Türkei vor der Einführung der Todesstrafe gewarnt, berichtet der ORF am 8. Mai unter Berufung auf die Reinische Post. Dies sei "die roteste aller roten Linien" und käme "einem Abbruch der Verhandlungen gleich", wird er zitiert.