Friedrich Engels „mit der Waffe in der Hand“ und zwei O-Töne

In seinem „Stichtag“ vom 28. November 2020 (WDR 2, verfügbar bis 26. November 2030) beschäftigt sich der Radiosender mit Friedrich Engels, der zweihundert Jahre zuvor in Barmen (mittlerweile ein Stadtteil von Wuppertal) zur Welt kommt.

Mit einem O-Ton binden die Radioleute dabei den als Herbert Ernst Karl Frahm geborenen ehemaligen Widerstandskämpfer und Bundeskanzler Willy Brandt ein, der mit dem ihm typischen Timbre über Engels sagt:

„Engels kämpfte dann mit der Waffe in der Hand, während der Reichsverfassungskampagne in der Pfalz und in Baden, bis er nach der Niederschlagung in die Schweiz fliehen musste“
Willy Brandt, O-Ton im „WDR 2 Stichtag“

Ansonsten lässt der Radiosender einen Sprecher aus einem Text Engels zitieren, der in dessen neugegründeter Zeitung erschien und darauf hinweis, dass Opposition und klare Sprache durchaus förderlich für die Auflage sind:

„Es war gerade die Verachtung und der Spott, mit dem wir die Gegner behandelten, die uns in sechs Monaten fast sechstausend Abonnenten einbrachten.“

In dem als Dialog gestalteten Radiobeitrag weist der Sprecher/Inteviewer auch darauf hin, dass sich der Kommunismus, der die Armut beseitigen wollte, auf Engels berufen habe und gescheitert sei, woraufhin ein O-Ton aus der Deutschen Demokratischen Republik folgt. Als Replik darf der Engels-Sprecher zu Protokoll geben:

„Sie sollten wissen, dass ich von Parteien mit solchen Ideologien nie viel gehalten habe. Eine Bande von Eseln, die auf uns schwört, weil sie uns für ihresgleichen hält.“