Gedanken von, zu oder ausgehend von Göring-Eckardt, Reul, einem Wiener Kaufmann und einem Kolumnisten

Katrin Göring-Eckardts Gedanke von 2015 im Abgleich mit der Gegenwart

Ob Katrin Göring-Eckardt Ende 2015 auch Themen wie Religiöses Mobbing – Zweitklässlerin von Mitschüler mit dem Tode bedroht (Berliner Zeitung, 24. März 2018) im Blick hatte, als sie darauf hinwies, das Deutschland "religiöser, vielfältiger und jünger" (Idea, 9. November 2015) werde? Probleme mit jungen Schülern gibt es übrigens auch andernorts: Eltern haben Angst – Syrischer Bub [10] droht Mitschülern mit Mord (Krone, 24. März).

Ansonsten hat eine Zeitung mit großen Buchstaben ein Interview mit dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes (DL) geführt: Lehrerverband warnt – Unsere Schulen sind außer Kontrolle (Bild, 24. März). Zudem vermittelt speziell das abschließende Statement den Eindruck, dass ein paar Jahre nach der Veröffentlichung eines "nicht hilfreichen" Buches (zit. nach Spiegel, 18. September 2010, zur Erinnerung ein Medienspiegel z.B. bei AchGut vom 11. September 2010 oder einen FAZ-Kommentar vom 20. September 2010) zwischenzeitlich ein Katalysator-Effekt stattgefunden hat.

In Frank Schirrmachers FAZ-Kommentar finden sich übrigens ein paar Gedanken, die sich auch auf diesen Fall übertragen ließen: Akif Pirinccis Pegida-Rede – Eine Geschichte von Fehlern, Exzessen und Scheinheiligkeit (FAZ, 2. November 2015), zu dem dieser Text Die Unwahrheit über Akif Pirinçcis „KZ-Rede“ (Stefan-Niggemeier.de, 1. November 2015) die Materialsammlung ist.

Der eingangs skizzierte Sachverhalt ist aber nicht das einzige Problem an hiesigen Schulen. Das selbst-apostrophierte "Sturmgeschütz der Demokratie" betreibt auf seiner Website auch einen Blog, bei dem Eltern "Mittel und Wege" aufzeigen, wie nicht-linientreues Lehrpersonal "zu disziplinieren" ist: Elterncouch – Wie viel AfD steckt im Lehrer Ihres Kindes? (Spiegel, 27. März).

Herbert Reuls Abstand ad absurdum

Es müssen nicht immer Messer sein und die von NRW-Innenminister Herbert "Man muss nicht unbedingt Menschen nah an sich ranlassen" Reul empfohlene Distanz ist schwierig umzusetzen, wenn man von zwei Leuten festgehalten wird, damit der Dritte aktiv werden kann: Polizei sucht Täter – Unvermittelter Angriff: Junge Männer schneiden 16-Jährigem mit Glasscherbe ins Gesicht (Merkur, 26. März).

In dem Kontext sei zudem noch einmal auf Der Gott der Deutschen ist das Messer? hier im Blog verwiesen.

Mit Reuls Abstand sieht es auch kaum besser aus, wenn man selbst zu dritt ist, die Gegenpartei aber aus sieben Köpfen besteht: Gruppe junger Männer begrabscht drei Mädchen in Essener Innenstadt - Polizei sucht Zeugen (Der Westen, 12. März).

Der Wiener Kaufmann über einen israelischen Militärhistoriker

Der Wiener Kaufmann Andreas Tögel fasst die (aus seiner Sicht) zentralen Punkte eines Vortrags des israelischen Militärhistorikers Martin van Creveld zusammen: Wir Weicheier – Warum wir uns nicht mehr wehren können (eigentümlich frei).

Inhaltlich erinnert das teilweise an Gedanken, die im Blog-Artikel Die Europäische Union, das Römische Reich und ihre Vergleiche dargestellt wurden.

Der Kolumnist mit einem alten Beitrag zu einem aktuellen Thema

Zur derzeit mal wieder geführten Diskussion "was ist deutsch" (heuer ausgehend durch die Einrichtung von Heimatministerien) sei beispielhaft auf den Archivfund 2000: Deutschland – Lebe wohl, alte Bundeskegelbahn (Spiegel, 27. Dezember 1999) verwiesen, der einige bis heute aktuelle Passagen enthält.