Gesammelt und kommentiert – einige Links aus den Streams der letzten Wochen

Aus technischen Gründen sind Beiträge der Sorte "Aus den Streams – Medien- und Presseschau vom ..." ausgefallen. Um langsam wieder auf diesen Zug aufzuspringen, folgt hier eine Sammlung diverser Beiträge aus der letzten Zeit.

Da Katzen bei Fremden vorsichtig sind, veröffentlicht einfachtierisch.de (ohne Datumsangabe) einen "Katzenknigge", wie man eine Katze richtig begrüßt.

Der "Mensch ist dem Menschen ein Wolf", heißt es. Vice berichtet am 29. Januar 2015 über unethische Menschenversuche.

Über die "verdeckte islamisierung Europas" schrieb die Basler Zeitung (vulgo BAZ) am 11. Oktober 2016. Es sei ein "religiöser Eroberungskrieg" von Saudi-Arabien und der Türkei im Westen und die Waffen seien "Propaganda und der Vorwurf der Islamfeindlichkeit".

Unter der (leicht?) martialischen Überschrift "Der Krieg kommt" veröffentlicht der Business Insider ein Interview mit Frank Thelen, einem Investor und Juror der VOX-Gründershow "Die Höhle des Löwen", in dem es u.a. um die zukünftige Entwicklung in verschiedenen Industrien geht.

Erst berichtet die Frankfurter Neue Presse am 20. Juli darüber, dass die örtlichen Linksradikale die G20-Krawalle in Hamburg als Erfolg feiern, dann folgt fünf Tage im Nachgang, dass die Portraitierten per anonymem Schreiben die Löschung des vorgenannten Artikels fordern.

In Tichys Einblick setzt sich Alexander Wallasch am 22. Juli mit der Studie „Die Flüchtlingskrise in den Medien“ der Otto-Brenner-Stiftung auseinander.

Manchmal muss man dahin gehen, wo es weh tut: Klamotten runter, Baby!, ein Text Akif Pirinccis vom 25. Juli, der auf dem Artikel Sexistische Werbung in Frankfurt verboten der Frankfurter Rundschau vom 21. Juli aufbaut, ist so ein Fall.

Eine Lehrstunde in Sachen "Macht von Social Media", "Resonanz in den Medien" und sicherlich auch "AGG" – auch wenn diese Lehrstunde von den Beteiligten kaum herbeigesehnt sein dürfte – hat ein Fitnessstudio in Mecklenburg-Vorpommern erhalten, das per Aushang "Keine Bürger mit Migrationshintergrund" mehr aufnehmen wollte, wie u.a. Der Westen am 28. Juli berichtet.

Über einen jungen Mann, der mit 17 Jahren schon reif genug ist, um in Ravensburg eine eigene Wohnung zu unterhalten, der aber alkoholisiert eine junge Frau brutal zusammen zu schlagen, berichtet die Welt am 27. Juli.

Nachdem eine Leuchtreklame mit dem Etikett von T-Online.de, einer nicht mehr zur Telekom-Gruppe gehörenden Marke, einige Kunden erzürnt hat, drohen diese der Telekom mit Kündigung, so die Welt am 29. Juli.

In der Huffington Post vom 1. August berichtet Catherine Houlihan, "Muslima mit irisch-katholischem Hintergrund" (Eigenbeschreibung im Text) bzw. "Wissenschaftler bei Tag, Yogi bei Nacht, immer auf der Suche nach der Wahrheit" (Kurzbeschreibung über dem Text), dass sie "niemals dazu bereit [war], den Katholizismus vollkommen" als ihren Glauben zu akzeptieren und "so gerne Gott sowie Jesus folgen und ehren" wollte, dies "als Katholikin nicht aufrichtig tun" konnte – und deshalb zum Islam konvertierte, weil das Christentum für sie keinen Sinn ergibt

Am 2. August führte das Helmholtz-Institut ein eher fachlich und weniger politisch orientiertes Interview unter der Leitfrage: Wie schmutzig ist der Diesel wirklich?

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Vereine, die Mitglieder ohne sachlichen Grund nach Geschlecht auswählen, nicht gemeinnützig sein könnten, berichtet u.a. die SZ am 2. August. Am selben Tag berichtete das selbe Medium zudem, dass ein 89-Jähriger in München "wegen verrutschter Badehose vor Gericht" musste.

Boris Palmer (Bündnis 90 / Die Grünen) hat ein Buch geschrieben. Die Zeit überschreibt ihre Abrechnung ("Lösungsvorschläge bleibt er schuldig") vom 3. August mit "Alles Geisterfahrer außer ihm".

Nachdem Jugendliche in Berlin-Neukölln einen gesperrten Sprungturm stürmen wollten und die Polizei anrücken musste, gibt es nun Konsequenzen, so die Welt vom 4. August: Bäder verschärfen die Einlasskontrollen.

Die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld schreibt am 4. August, ausgehend von einem Buch Stefan Zweigs kurz vor dessen Freitod, über "Fatale Ähnlichkeiten mit der Welt von gestern".

Am 14. August schrieb die FAZ darüber, dass Angela Merkel "langfristig für ein Verbot von Verbrennungsmotoren" sei – und die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, sich "für die Abschaffung des Steuervorteils" für Diesel ausgesprochen haben. Schließlich zahlten Dieselfahrer pro Liter Kraftstoff 18,4 Cent weniger als bei Benzin und den Staat "koste" diese "Subventionierung" (die korrekterweise keine Einnahme ist) 7,8 Milliarden Euro im Jahr.

Das sächsische Kabinett macht "Waffenverbotszonen möglich", berichtete der MDR am 15 August, – so wie es in Hamburg im Umfeld der Reeperbahn in vergleichbarer Weise schon seit geraumer Zeit läuft. Was der Artikel aber nicht anreißt: dass die Aufgabe der Polizei, "in solchen Zonen verdachtsunabhängig Kontrollen durchzuführen" zu einer aus Erfahrung gespeisten stärkeren Kontrolle einer bestimmten Klientel führt und dies voraussichtlich zu Gegenwind von Menschen, die hier Vorurteile am Werk sehen, und dass sich "böse Buben" (und böse Mädchen auch) noch nie von Gesetzen haben abschrecken lassen.

Weil es für manche so schön ins Bild passt, dass der CDU-Wahlkampfhashtag #fedidwgugl vom XI. Parteitag der SED stammt, hat der ein oder andere sicherlich gerne die Gegenüberstellung mit dem entsprechenden CDU-Plakat in seinen Social Networks geteilt. Wenn aber etwas zu schön ist, um wahr zu sein, dann ist es das möglicherweise nicht, siehe dazu z.B. mimikama.at vom 29. August.

Wenn einem Mädchenchor eventuell die Gemeinnützigkeit abgesprochen wird (MDR vom 26. August, Link nicht mehr zu erreichen, hier der Screenshot von Facebook), nennen es die einen "ideologischen Kolonialismus" und die anderen "Gerechtigkeit" – je nach Positionierung.

Je nachdem, wie dieser Artikel der FAZ vom 3. September über die Finanzierung Linksextremer durch Kommunen, von denen eigenen Freunden und/oder Bekannten in den Social Media geteilt wurde, ließ sich bei dem ein oder anderen sich die Haltung des Teilenden (andeutungsweise) erkennen.

In einem Meta-Artikel für Achgut schrieb Manfred Haferburg am 4. September über Empörungen diverser Künstler an Helene Fischer.

Die SZ übte sich am 4. September in einem Beitrag darüber, wie sich "Pegida"-Anhänger bewaffnen, in Zahlenmystik und nutzte als Vorschaubild eine Schreckschusspistole.

Die einen verweisen auf das Recht der Eltern, selbst die richtige Schule für ihre Kinder zu wählen, die anderen verweisen auf die Vorbildfunktion, die ein zuständiger politische Repräsentant hat. Fakt ist jedenfalls: Ein Kind der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) geht mit Beginn des neuen Schuljahres auf eine Privatschule, berichtet u.a. der NDR am 5. September.

In einem Meinungsbeitrag für die Washington Post vom 7. September positioniert sich der Autor sehr eindeutig: "Stop being afraid of more government. It’s exactly what we need."

In Herxheim am Berg hat die "Hitler-Glocke" nun wohl endgültig ausgeläutet, wie der Gemeinderat 8. September gegenüber der Rheinpfalz mitgeteilt hat.

"Ganz Nürnberg hasst die AfD" zitiert der Münchner Merkur am 9. September eine Parole einer Gruppe von hunderten Menschen, die in Nürnberg gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Alexander Gauland protestiert haben.

Tichys Einblick liest und kommentiert den Der Spiegel, Nr. 37: "Alles wird Wut!".

Tunesische Frauen dürfen jetzt ganz legal nicht-muslimische Männer heiraten, berichtet die BBC am 15. September.

Zum Hintergrund
Unter dem Tag Linkschleuder (und mit wechselnden Überschriften) werden jene Artikel versammelt, die "aus den Streams" der verschiedenen Social-Media-Kanäle kommen. Die redaktionelle Darstellung variiert, doch eine klare Nennung der Medien und der Veröffentlichungsdaten ist konsistent. Die ausgewählten Medien sind entweder hiesige oder internationale etablierte Medienhäuser jeglicher Couleur, "neue" Medien (sprich Online-Medien) oder lesenswerte Blogs. Die Einordnung der Informationen obliegt üblicherweise dem Leser.