Hans Langmantl: Widerstand durch Unbotmäßigkeit

Zum Wikipedia-Artikel über Hans Langmantl läuft gerade ein Löschantrag, der nach aktuellem Stand wohl durchkommt.

Auszug aus dem Artikel:

"Schon vor 1933 warnte Hans Langmantl sowohl im Familien- als auch im Freundeskreis stets vor Hitler und seiner Bewegung. Seine Devise war: „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!“ [... Er] opponierte in seinem Umfeld weiter, oftmals mit ganz einfachen Dingen, wie mit weiterem Einkauf in jüdischen Geschäften, wo er schon immer kaufte, oder mit öffentlicher Schmückung des Schwesternhauses in der Neugasse in Grünstadt anlässlich der Fronleichnamsprozession.

Ebenso war Langmantl nicht bereit, bei seinem Arbeitgeber, dem Juden Albert Seelenberger, zu kündigen, da dieser immer sehr anständig zu ihm gewesen sei. Schließlich erließ das Bezirksamt Frankenthal unter Datum vom 2. September 1935 einen Schutzhaftbefehl gegen ihn, da er „bis heute seine staatsfeindliche Gesinnung in keiner Weise geändert“ habe. Das bringe „er bei jeder Gelegenheit zum Ausdruck“, insbesondere auch dadurch, dass „er und seine Ehefrau bewusst nur in jüdischen Geschäften“ kaufen und sich dadurch in den „Gegensatz zum nationalsozialistischen Wollen“ stellen würden. Langmantl wurde verhaftet und nach Frankenthal verbracht. [...]

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde Langmantl als Soldat zur Wehrmacht eingezogen. [...] Ab seiner Einstellung bei der Wehrmacht im Dezember 1940, wobei er im Juli 1941 bereits an die Ostfront abrückte, hatte er bis Januar 1945 nicht einen einzigen Tag Urlaub. [...]

Langmantl gehörte nie der NSDAP oder einer ihrer Gliederungen an"