"Ist Fachwerk faschistisch?"

Am 16. April hat die FAZ den Artikel Neue Frankfurter Altstadt : Wir haben das Haus am rechten Fleck veröffentlicht, dem eine Woche später von der Welt zu dem Artikel Frankfurter Altstadt Ist Fachwerk faschistisch? gefolgt ist. Beide befinden sich (derzeit) hinter der Bezahlschranke, was eine vollumfängliche Lektüre für die meisten Netznutzer ausschließt.

Die erste Medienreaktion zu dieser Thematik war allerdings wohl die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Nr. 14 vom 8. April, wie Tichys Einblick am 12. April in dem Artikel Ganzjährig 1. April – Jagd auf Rechte: Jetzt sind die Fachwerkhäuser dran! erklärt und dabei auch die folgende Passage zitiert:

„Die Rekonstruktionsarchitektur entwickelt sich in Deutschland derzeit zu einem Schlüsselmedium der autoritären, völkischen, geschichtsrevisionistischen Rechten. Denn hinter dem gleich zwei glänzenden Architekturoberflächen neu errichteter oder noch zu errichtenden Geschichtsbilder verbergen sich mitunter Machenschaften von Rechtsradikalen und selbst Rechtsextremisten.“

In den aktuellen Social-Media-Feeds, die sich der Fachwerkhäuser auf Basis des Welt-Artikels annehmen, sind jedenfalls u.a. diese beiden Kommentierungen gelaufen:

"Wenn man alles aufzählt, was heute "Nazi" sein soll, und weglässt, was damals wirklich nationalsozialistisch war, dann kann es durchaus passieren, dass die Zuhörer erwidern: "Oh, diese Nazis scheinen ja wirklich nicht schlimm gewesen zu sein."

"1960: Ich glaube, in der Zukunft wird es fliegende Autos geben.
2018: Fachwerkhäuser sind jetzt faschistisch."

PS: Noch schneller als TE haben die Bürger für Frankfurt reagiert, die im Jahr 2005 einen Antrag im Stadtrat zu der Thematik gestellt haben, als sie am 9. April den Text Sind schönere Städte „rechtsradikal“? – Zum Denunziationsversuch eines Modernisten auf ihrer Website veröffentlichten.

PPS: Der Text von TE schließt mit einem Link auf den Beitrag Jagd auf "Rechte" beim Bäcker – Fahndungsaufrufe: „Rechte Intellektuelle“ vom 27. März.