Jobsuche, Rhein-Ruhr, NZZ, Zukunft

Es geht u.a. um Jobsuche via Twitter und (fehlende Empathie), die Lebensqualität in der Region Rhein-Ruhr und klare Kante aus der Schweiz.

"Soziologie und Statistikdinge, Genderkram, Communitysachen"

Besonders empathisch und auf die Bedürfnisse der fragenden Personen ausgerichtet ist das sicherlich nicht, wenn ein User Staplerschein? und ein zweiter Erntehelfer bzw. Escort twittert und dritter auf den Tagesspiegel-Artikel Berliner Stadtreinigung – Eine Frau geht unter die Müllmänner vom 2. Juli verweist:

Wer will im Westen leben?

Wenn man sich so drei aktuellen Meldungen aus dem Ballungsgebiet Rhein-Ruhr von Der Westen, dem Online-Portal der Funke Mediengruppe anschaut, könnte man als Außenstehender schon zum Grübeln kommen, ob es da wirklich lebenswert ist, solange Männer zwischen ungefähr 15 und 35 unbehelligt ihrem Treiben nachgehen können:

Die NZZ zum neuen Asyl-Kompromiss

In seinem recht umfangreich betitelten Kommentar Abschotten, einsperren, zurückweisen – was die deutsche Einigung für die europäische Migrationspolitik bedeutet für die NZZ am 3. Juli schreibt Peter Rásonyi u.a.:

[W]ird er [der Kompromiß im Asylstreit] denn wirklich funktionieren? Zweifel sind angebracht. Zunächst muss erst noch die SPD durch alle Gremien hindurch dem Plan zustimmen. Und dann ist nicht zu übersehen, dass der Plan sehr stark der Rechtslage gleicht, die heute schon existiert, die aber kaum durchgesetzt wird. [...]

Fragen über Fragen und keine schlüssigen Antworten. Womit die abschliessende Frage erlaubt sei, was der ganze dramatische Streit zwischen den beiden Unionsparteien, der die deutsche Politik während dreier Wochen in Atem hielt, eigentlich sollte. Diese Frage dürften sich viele Bürger stellen, die im Oktober in Bayern an die Wahlurnen gehen werden.

Die NZZ zu Frau Kässmann

Der Berliner Korrespondent der NZZ zeigt sich in seinem Beitrag Eine Kirche namens Kässmann vom 2. Juli zum Wechsel in den Ruhestand nur bedingt als Sympathisant der portraitierten Theologin:

Kässmann hat nicht nur konservative Protestanten irritiert, sondern auch solche, die von politischen Unterweisungen jedweder Couleur genervt sind, zumindest während des Gottesdienstes. Für diese Menschen ist ein Kirchenbesuch mit der Hoffnung auf innere Einkehr verbunden. Der profane Alltag soll vorübergehend ausgeblendet werden, damit eine Berührung oder auch nur Ahnung des Numinosen möglich wird.

Eine Pfarrerin, die – wie Kässmann bei ihrer Abschiedspredigt – auf Donald Trump schimpft und Kritik an der bisherigen Asylpolitik als «Gehetze» darstellt, ist dabei keine Hilfe, im Gegenteil. Das irdische Geschehen dient nicht der Vermittlung des Glaubens, sondern umgekehrt: Der Glaube diente der weltanschaulichen Standpauke.

Die NZZ zur richtigen Meinung

In seinem NZZ-Beitrag vom 30. Juni ist sich Thomas Ribi sicher: Wer für abweichende Haltungen nur Schweigen übrig hat, verrät das Erbe der Aufklärung. Daher schreibt er u.a.:

Für die Gralshüter des Richtigen gibt es in politischen und gesellschaftlichen Fragen zusehends mehr Haltungen, über die man gar nicht diskutieren muss, weil sie als «überholt» gelten – aus der eigenen, selbstredend korrekten Haltung heraus. Man muss sie nicht diskutieren, weil sie abgetan sind. Obsolet, bestenfalls dumm und ewiggestrig, schlimmstenfalls gefährlich. Auf jeden Fall keines Arguments würdig. [...] Was moralisch überlegen ist, muss sich nicht rechtfertigen.

Wo die nukleare Zukunft gestaltet wird

Während hierzulande Windräder aufgestellt werden:

»China ist nicht das einzige Land, in dem derzeit an neuen Reaktoren geforscht wird: In den USA will die Firma Flibe Energy einen graphitmoderierten "Liquid Fluoride Thorium Reactor" (LFTR) bauen, in der EU forschen die niederländische Technische Universität Delft, das französische Centre National de la Recherche Scientifique und das Joint Research Centre der Kommission in Brüssel im Programm Samofar (vgl. Atomenergie: EU-Projekt erforscht Sicherheit von Flüssigsalzreaktoren), in Großbritannien hat Moltex Energy einen "Stable Salt Reactor" (SSR) entworfen, in Dänemark arbeiten Seaborg Technologies und das Niels Bohr Institut der Technischen Universität an einem "Seaborg Waste Burner" (SwaB), der mit einer Mischung aus Uranbrennstoffabfall und Thorium betrieben werden soll, und in Kanada möchte Terrestrial Energy einen "Integral Molten Salt Reactor" (IMSR) entwickeln, der sich nach einer Laufzeit von sieben Jahren selbst abschaltet, bis zu 200 Mal kleiner wäre als ein herkömmlicher Kernreaktor und auf der Ladefläche eines Lastwagens Platz hätte.«
China baut Thoriumreaktor in Gansu (Telepolis, 7. April)