Joseph Goebbels über Politik und Meinungsfreiheit

Manchmal lohnt es sich, in Büchern zur Geschichte zu lesen. Beispielsweise hat sich Dr. Joseph Goebbels mehrfach zu Politik und Meinungsfreiheit geäußert, was hier mit zwei Zitaten skizziert wird:

"Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir."
"Was wollen wir im Reichstag?", in: Der Angriff vom 30. April 1928; Nachdruck in: Joseph Goebbels (Autor), Hans Schwarz van Berk (Hrsg.): Der Angriff, Aufsätze aus der Kampfzeit, Franz Eher Nachf., München 1935, S. 71 u. S. 73, zum Nachlesen auf Archive.org

Manche Aussagen stehen zudem gedruckt sowie als Tondokument zur Verfügung:

"Wenn unsere Gegner sagen: Ja, wir haben Euch doch früher die […] Freiheit der Meinung zugebilligt – –, ja, Ihr uns, das ist doch kein Beweis, daß wir das Euch auch tuen sollen! […] Daß Ihr das uns gegeben habt, – das ist ja ein Beweis dafür, wie dumm Ihr seid!"
Rede vom 4. Dezember 1935, zitiert nach Helmut Heiber (Hrsg.): Goebbels-Reden, Band 1, Droste, Düsseldorf 1971, ISBN 978-3-7700-0244-3, S. 272 (siehe auch Google Books), Originalton: Saarländischer Rundfunk: SR Fundstücke – Goebbels Rede, 00:15:05 bis 00:15:35.

PS: Ausgehend von dem zweiten Zitat fühlt sich der ein oder andere sicherlich an die jüngste Bundestagspartei erinnert (siehe z.B. Streit um politischen Unterricht – AfD bringt Lehrer in Bremen-Nord zum Schweigen, Weser-Kurier vom 4. Juni 2018), der ein oder andere dagegen an Sachverhalte, wie sie Ali E. Toprak in seinem Facebook-Post vom 8. April 2018 über „nützliche Idioten“ bzw. ein AchGut-Autor einen Tag später im Artikel Vorne Männer, hinten Frauen skizzieren. Dass es in der Schule auch andersherum gehen kann, wird hier am Ende des ersten Textblocks angedeutet.