"Massenhaft Kirchen und Klöster enteignet"

Damit nähert sich die Enteignung der Christen von Anatolien und die „Türkifizierung“ des Landes nach hundert Jahren der Vollendung. Begonnen hatte sie 1915 mit der Enteignung und Vertreibung der Armenier, deren beschlagnahmter Besitz an muslimische Unternehmer und Einwanderer umverteilt wurde. Fortgesetzt wurde sie 1922 mit der Vertreibung der anatolischen Griechen beim Bevölkerungsaustausch mit Griechenland und 1964 mit der Ausweisung der meisten verbliebenen Griechen von Istanbul. Mit den Aramäern wird nun das dritte und letzte christliche Volk enteignet, das schon vor Ankunft der Türken in Anatolien ansässig war.
Susanne Güsten: Türkei beschlagnahmt uralte Kirchen, Schwaebische.de, 27. Juni

Weitere Berichte: