Medien- und Presseschau zum Start in die Woche

Nachdem die Runde zum Wochenende etwas umfangreicher war, wird es heute vergleichsweise knackig: "magere 13 Artikel" lautet die Ausbeute. Thematisch wird aber wieder einiges geboten.

4. und 5. Februar

Einfacher wäre es ja, konsequent den Weg der Sächsischen Zeitung zu beschreiten: Berichterstattung über Straftaten – Pressekodex in der Kritik (Deutschlandfunk, 5. Februar)

"Die meisten Festnahmen seien wegen Äußerungen in den sozialen Medien erfolgt": Türkische Offensive in Syrien – Hunderte Festnahmen wegen "Terrorpropaganda" (Tagesschau, 5. Februar)

"Ich fürchte, online wird schärfer beurteilt als offline, weil man den Inhalt besser sieht und verfolgen kann": Facebook-Lobbyist im Gespräch – „Wir wollen kein Debattenwächter sein“ (FAZ-Einspruch, 5. Februar)

Wer in Kirchen randaliert, macht vermutlich auch an anderen Stellen hochmotiviert weiter: Kriminalität – Vandalismus: Scherben auf den Trier-Pfalzeler Kirchenbänken (Trierischer Volksfreund, 4. Februar)

"In den 60er-Jahren musste man noch das 18-Fache des Durchschnittseinkommens verdienen, um unter den Spitzensteuersatz zu fallen": GroKo-Pläne – Es bröckelt der Kitt, der unser Land zusammenhält (Welt, 4. Februar)

Hm... Radikalisierung – An Hamburger Schulen wird Islamismus zum Problem (Abendblatt, 4. Februar)

Der GroKo-Plan "Selbstständige sollen zur Altersvorsorge verpflichtet werden" wird besonders von jenen wohlwollend aufgenommen, die schon jetzt keine ausreichenden Mittel zur Vorsorge hatten: GroKo-Endspurt – Kindergeld, Rente, Miete: Auf diese Punkte haben sich SPD und Union schon geeinigt (Stern, 4. Februar)

Als Rechtsanwalt ist der Kampf für Meinungsfreiheit eines seiner zentralen Themen – und damit auch die Kommentierung der Umstände: Ihre Ignoranz – Merkel und das NetzDG: Eine unaufrichtige Frau (Steinhoefel.com, 4. Februar)

Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne Karneval feiern: Jugendliche in der Eifel greifen Polizisten an – Fastnachtsumzug endet in Massenschlägerei (SWR, 4. Februar)

3. Februar und älter

Ort der Handlung ist übrigens jener Stadtteil, wo die ansässige Klientel für einen Besuch von Cottbusser Fußballfans Mitte Januar ausnahmsweise Polizeischutz alt: Einsatz gegen rechte Hooligans – Wie viel Polizei darf es denn sein in Connewitz? [Welt, 17. Januar]erbeten hat: Mit Pflastersteinen und Teer – Anschlag auf Polizeirevier in Leipzig (Bild, 3. Februar)

Das Mädchen hat ihn "nach kurzer Bekanntschaft" in dessen Wohnung besucht: Esslingen – Vorbestrafter Sexualstraftäter soll 13-Jährige vergewaltigt haben (Welt, 2. Februar)

"Selbst die Rostocker Wohnungsgenossenschaften lehnten die Flüchtlinge ab": Rostock – Flüchtlinge fordern eigene Wohnung (Ostsee-Zeitung, 2. Februar)

Klingt nach Mietwucher, ist ohne die Quadratmeterzahl oder die absoluten Kosten pro Person aber etwas schwer einzuschätzen: 20,60 Euro pro Quadratmeter – So viel zahlen Flüchtlinge in Bornheim für Wohnraum im Container (General-Anzeiger, 1. Februar)

Kritiker solcher Artikel weisen darauf hin, dass die Renten nicht berücksichtigt werden. Kritiker der Kritiker weisen darauf hin, dass zukünftige Rentenzahlungen nicht so sicher seien, wie einstmals postuliert und zudem besteuert würden: Welt-Reichtums-Report – Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU (Stern, 5. Januar)

Zum Hintergrund
Unter dem Tag Linkschleuder (und mit wechselnden Überschriften) werden jene Artikel versammelt, die "aus den Streams" der verschiedenen Social-Media-Kanäle kommen. Die redaktionelle Darstellung variiert, doch eine klare Nennung der Medien und der Veröffentlichungsdaten ist konsistent. Die ausgewählten Medien sind entweder hiesige oder internationale etablierte Medienhäuser jeglicher Couleur, "neue" Medien (sprich Online-Medien) oder lesenswerte Blogs. Die Einordnung der Informationen obliegt üblicherweise dem Leser.