Normativ oder deskriptiv bzw. empirisch?

Im Sinne des klassischen „Throwback“-Gedankens sei a) auf den Beitrag Zwei Meinungsbeiträge aus der Zeit zu den Themen Religion und Grundgesetz vom 30. März 2018 verwiesen und b) hier zudem um eine kleine Linksammlung ergänzt.

In dem eingangs verlinkten Blog-Artikel, in welche wiederum zwei Zeit-Beiträge verlinkt sind, heißt es in einem der beiden Beiträge (und zwar in dem vom 21. März 2018), dass es ganz darauf ankommen, „ob man den Satz [von Wulff bzw. Seehofer] deskriptiv oder normativ meint.“

Wer die Social Media eher nicht als Hort der differenzierten Meinungsäußerung betrachtet, dürfte da überrascht sein, dass @gemuellert auf Twitter schon fünf Tage zuvor diese Ansicht zu Protokoll gegeben hat:

Der scharfzüngige Kolumnist Henryk Broder ist am 20. März 2018 bezüglich der (damals) laufenden Debatte jedenfalls der Meinung, dass die Aussagen von H. Seehofer und A. Merkel ein „schönes Beispiel“ seien, „wie These und Antithese weder hilfreich noch zielführend sein können“. Die Begründung kann jedoch nur lesen, wer die Bezahlschranke zu Welt+ überwindet. Ansonsten sei abschließend noch auf die befragte Bevölkerung bzw. einen befragten Teil verwiesen: Welt-Trend – Große Mehrheit der Deutschen stimmt Seehofers Islam-Aussage zu (Welt, 19. März 2018).