Presseschau April 2020

Nachdem die Presseschau März 2020 schon vergleichsweise überschaubar war, geht es den zweiten Monat in Folge „knackig auf den Punkt“ zu.

29. April

Wer die Nachrichten aus Deutschland des Stern liest, könnte sich Sorgen machen, etwa wegen Messerstechern in Hanau, einer Schießerei auf einem Hamburger Golfplatz oder der tödlichen Salzwasserkur zur "Teufelsaustreibung" bei einer jungen Frau.

Bezüglich sogenannter „Corona-Tracing-Apps“ erinnert der Europarat an das „Gebot der Datensparsamkeit“, so Heise in der Überschrift.

28. April

In einem heise-Meinungsbeitrag mit ca. 4 Minuten Lesedauer zu höheren Bußgeldern im Straßenverkehr erläutert Clemens Gleich, dass die Maßnahme "wie immer [...] am verfolgten Zweck vorbei" gehe.

24. April

Für die FAZ ist sich Michael Hanfeld sicher, dass die EU-Kommission „für Unruhe“ sorgt, denn mit einer Richtlinie aus der „digitalpolitischen Steinzeit“ des Jahres 2000 prüft sie den deutschen Medienstaatsvertrag und könnte damit gar die Medienpolitik „killen“.

23. April

Wenn es nach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) geht, geht die Welt „jetzt auf Distanz zu China“ und fordert mehr Transparenz.

22. April

In einem Meinungsbeitrag für das Manager Magazin erläutert Ökonom Daniel Stelter, dass eine „Vermögensabgabe von einmalig 20 Prozent“ die italienische Staatsverschuldung „um 100 Prozent vom BIP“ auf „ein Niveau unterhalb der deutschen“ senkte und die italienischen Privathaushalte „selbst nach einem solchen Schnitt noch über mehr Vermögen als die deutschen“ verfügten.

21. April

Die Bundeskanzlerin hat sicherlich schon manche Entscheidung vorangetrieben, die bei der TAZ gut angekommen. Die „unklare Coronastrategie der Kanzlerin“ wird indes kritisiert.

Für Golem hat Daniel Hautmann ein paar Gedanken zusammengetragen, warum mit Holz befeuerte Biomassekraftwerke mehr CO2 freisetzen, als in den Bäumen gebunden ist.

Für Philosophia Perennis setzt sich Ramin Peymani damit auseinander, dass die Bilder zu Medienberichten über junge Menschen in Griechenland nicht deckungsgleich mit jenen Bildern sein müssen, wenn diese jungen Menschen in Deutschland aus einem Flugzeig steigen. Als Belege verwendet er Beiträge von RTL, NDR und dem Tagesspiegel.

19. April

In einem am 20. April in der Druckausgabe veröffentlichten Kommentar kritisieren die beiden Juristen MMag. Dr. Heinz Meditz und Dr. Georg Negwer die österreichische Regierung für „Fake Laws“, da sie ihre Regierungswünsche als geltendes Recht hinstelle.

17. April

Wenn die guten Mitarbeiter von sich aus gehen, werde es für die Unternehmen richtig teuer, ist Capital überzeugt.

Zumindest im Film heißt es bei Rettungsmaßnahmen üblicherweise „Frauen und Kinder zuerst“. Bei der Ausreise von Kindern aus einem griechischen Flüchtlingslager wurden laut RTL teilweise Geschwisterkinder voneinander getrennt und es war das Mädchen, das vor Ort blieb.

16. April

Unter der Dachüberschrift „Tragen, aber nicht anfassen“, klärt die altehrwürdige FAZ über den „richtige(n) Umgang mit "Community-Masken"“ auf.

9. April

In dem (hier sicherlich zuvor wenigstens einmal verlinkten) „Brief aus Istanbul“ schreibt Bülent Mumay für die FAZ aktuell über die Maßnahmen der türkischen Regierung gegen die Corona-Pandemie, die u.a. ein Verbot von Regenbögen beinhalten, die von Kindern als Lebenszeichen gemalt und in die Fenster gestellt werden.

Wie Profil skizziert, hat „Corona“ in Österreich zu einer neuen „Lust am Strafen, Bespitzeln und Denunzieren“ geführt.

7. April

Für TE fasst Alexander Wallasch zusammen, für wen die Grenzen „wegen der Corona-Krise geschlossen“ seien und wer von den aktuellen Einreisebeschränkungen nicht betroffen sei. Den sonstigen Vorgaben entsprechend nähme das von den eventuell Einreisenden Anträge nur noch schriftlich entgegen.

Die britische Studie über die Gefährlichkeit von Männern im Straßenverkehr erklärt leider nicht — oder vielleicht sind es auch nur die Journalisten des Der Spiegel — ob generell alle „Männer“ gemeint sind oder die biologischen.

6. April

Für die Tagesschau hat Verena Schälter vom BR kurz dargestellt, wie sich in der Corona-Krise vielleicht Steuern im Home-Office sparen ließen.

5. April

Geht es nach den Untersuchungen der Fed zu den „Seuchen der letzten 600 Jahre“, die der Tagesspiegel wiedergibt, könnten die Corona-Überlebenden, die zur werktätigen Bevölkerung gehören, am Ende von höheren Löhnen profitieren – wenn statt der älteren Menschen eher jüngere Menschen ihr Leben ließen.

2. April

Als Gastautor für Wallstreet Online schreibt Rainer Zitelmann über „Grüne in der Corona-Krise“ (so die Dachüberschrift).

Wie Wolfram Weiner in seiner NTV-Kolumne festhält, müsse der „Shutdown“ nach dem 19. April aufhören, denn der „Corona-Kampf [ist] nicht alternativlos“.

1. April

Wie die TZ schreibt, beschweren sich einige Serienfans (laut des britischen Express auf Reddit) darüber, dass „Penny“ aus der „Big Bang Theory“ am Anfang noch Freunde außerhalb der Kerngruppe habe – diese aber später keine Rolle mehr spielten.

Zum Hintergrund
Unter dem Tag Linkschleuder (und mit wechselnden Überschriften) werden jene Artikel versammelt, die "aus den Streams" der verschiedenen Social-Media-Kanäle kommen. Die redaktionelle Darstellung variiert, doch eine klare Nennung der Medien und der Veröffentlichungsdaten ist konsistent. Die ausgewählten Medien sind entweder hiesige oder internationale etablierte Medienhäuser jeglicher Couleur, "neue" Medien (sprich Online-Medien) oder lesenswerte Blogs. Die Einordnung der Informationen obliegt üblicherweise dem Leser.