Presseschau KW 2-2019

Fußball, Kritik am „BGE“, Nutzwertjournalismus für Bahnfahrer und ein Hauch (Wirtschafts-)Politik sind nur einige der Themen. Für jeden sollte etwas dabei sein.

13. Januar

Ob das jetzt „Clickbait“ ist, eine relevante Nachricht oder dargestellte Irrelevanz, was die TZ da aufbereitet hat, liegt im Auge des Betrachters: Spiel in der Premier League — London-Derby: Schmuddelfilm-Star beschimpft Arsenal-Star als F...ing P...y“.

12. Januar

Ohne lange Vorrede: Steingärten in NRW: Bahntrassen grüner als mancher Vorgarten (Dortmund24).

11. Januar

In Sachsen-Anhalt hat sich die Landtagsfraktion einer vergleichsweise jungen Partei um wenigstens eine Person verringert, denn Poggenburg gründet "AdP - Aufbruch deutscher Patrioten" (Tagesspiegel).

Der hier hin und wieder verlinkte ex-Lehrer Josef Kraus (siehe z.B. hier) beschreibt für Tichys Einblick Ungereimtheiten aus dem Schulalltag in NRW — ursprünglich skizziert von Der Spiegel und nachzulesen unter Spiegel-Relotius-Story, Stoff für eine ZDF-Soap oder Skandal? Pop-up:yes

9. Januar

Es fällt sicherlich in die Sparte „Nutzwertjournalismus“, wenn die Welt Zwölf Tipps für den Kauf günstiger Bahntickets gibt.

Das WAZ-Portal Der Westen hat sich da eine ziemlich lange Überschrift ausgedacht: Kriminelle Libanesen-Clans: „Gefängnis ist keine Strafe, sondern eine Ehre“ – deshalb setzt die Polizei jetzt auf diese Form der Abschreckung.

7. Januar

„Brüssel“ habe „erste Gegenmaßnahmen auf den Weg gebracht“, heißt es im ORF-Beitrag Einfluss wächst – Chinas Geld treibt Keil in die EU.

Nachdem sich Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) von Twitter und Facebook verabschiedet hat, fragt eine Kommunikationsforscherin: "Brauche ich diese Kanäle überhaupt? (Tagesspiegel)

Die grundsätzliche Problematik des Sachverhalts, der in dem Artikel Homosexualität im Sport: Schwul, Sportler und ein komisches Gefühl (Zeit) beschrieben wird, erschließt sich – wenn schon nicht durch eigenes Nachdenken während des Lesens – bei der Lektüre der Kommentare.

Nachdem es schon recht viele Befürworter gibt, ist die Aussage Geld ohne Gegenleistung – Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein Irrweg bei der Welt transparent als Meinungsbeitrag deklariert.

Was Fabian Goldmann in seinem Text Das Ende des konservativen Safe Space (Telepolis) schreibt, ließe sich auch mit umgekehrten Vorzeichen skizzieren, wie er mit der Passage „wie einige Linke jedes fehlenden Gender-Sternchen als Manifestation patriarchalischer Machtanspruches deuten“ andeutet.

5. Januar

Es soll ja Leute geben, die die im Spiegel-Artikel Die Nato in den Sechzigerjahren – Angst vor den Deutschen bestätigte „Containment“-Politik heutzutage durch „Brüssel“ verwirklicht sehen.

4. Januar

In der Reihe „Mögliche Beispiele für Dörners Sachbuch“ (als positive angesehene Maßnahmen führen zu Konsequenzen, die potenziell unerwünscht sind) gehört der Sachverhalt, der in dem Zeit-Artikel Selbstbestimmte Arbeitszeit – Auf Kosten der Lückenfüller dargestellt wird.

3. Januar

Wie der in Göttingen geborene, in Leizipg studierte und in Berlin volontierte Journalist Ole Siebrecht für ZE.TT, den Jugendableger der Wochenzeitung Zeit, im Artikel „Braves Hundie?!“ – Hunde ahmen sinnloses Verhalten nach berichtet, wurden für eine tierische Studie zur Überimitation die „besten Freund*innen des Menschen“ ausgewählt, „da von ihnen bekannt ist, dass sie von Menschen lernen“.

1. Januar

An den Märkten wachse „die Angst vor dem Entzug der Liquidität“, so das Handelsblatt, denn Mario Draghi setzt die Euro-Märkte auf Entzug – und macht ihnen damit Angst.

31. Dezember

Wer den Service Pocket nutzt, und Nutzer von Firefox sind das automatisch, könnte in den vergangenen Tagen ggf. über den Artikel Ost-Jerusalem – Lebenslange Haft für Palästinenser wegen Landverkaufs an Juden (Spiegel) gestolpert sein.

26. Dezember

Während Sportbegeisterte über Die sieben Geheimnisse des Axel Witsel (Welt) wenig verwundert sind bzw. sie bereits kennen, fragen sich andere, was dieser einleitende Satz bedeuten soll: „Axel Witsel verließ bis zum 3. Januar, wenn Trainer Lucien Favre zum ersten Training der Rückrunde bittet, einen nahezu komplett euphorisierten Verein.“

Zum Hintergrund
Unter dem Tag Linkschleuder (und mit wechselnden Überschriften) werden jene Artikel versammelt, die "aus den Streams" der verschiedenen Social-Media-Kanäle kommen. Die redaktionelle Darstellung variiert, doch eine klare Nennung der Medien und der Veröffentlichungsdaten ist konsistent. Die ausgewählten Medien sind entweder hiesige oder internationale etablierte Medienhäuser jeglicher Couleur, "neue" Medien (sprich Online-Medien) oder lesenswerte Blogs. Die Einordnung der Informationen obliegt üblicherweise dem Leser.