Presseschau KW 4-2019

Es geht u.a. um Arbeit (in drei aufeinanderfolgenden Artikeln), die Bundeswehr (genauer: deren Marine), ein Urteil des hessischen Ringerverbandes und die „neue Regelung für geschlechtergerechte Sprache“ in Hannover – sowie um verschiedene Medienthemen.

25. Januar

„Vier neue Fregatten sollte die Bundeswehr bekommen“, wie die FAZ schreibt. Da aus diesem Beschluss von vor 12 Jahren bislang keine Lieferung hervorgegangen ist, hat das Folgen: Nato verliert Vertrauen – Die Deutsche Marine ist auf Grund gelaufen.

Über 700 Kommentare hat der Artikel Holocaust-Gedenken – Buchenwald lädt Thüringens AfD-Fraktion aus (Welt) in den ersten anderthalb Tagen erhalten. Wer sich nur die ersten zehn anschaut, findet vor allem Kritik an dieser Entscheidung – darunter den Verweis auf Art. 3 GG, die Bezeichnung „Sippenhaft“ und den Hinweis auf die Partei Die Linke als „Nachfolgeorganisation der Kommunisten“, die das Lager weiterbetrieben hätten.

24. Januar

Es sei einleitend noch kurz auf den Blog-Artikel Eine andere Seite der Verkehrswende verwiesen, bevor auf Zeit (und anderen Medien) aktuell ein anderer Aspekt diskutiert wird: Luftqualität – SPD-Politiker bestehen auf Feinstaubgrenzwert.

„Was anderswo ignoriert würde, fällt in Berlin auf fruchtbaren Boden“: Volksinitiative in Berlin – Der Mann, der die Deutsche Wohnen enteignen will (Tagesspiegel).

Technologie ist erst einmal „neutral“. Es kommt darauf an, was man daraus macht, denn „erste Unternehmen lesen aus Sprache und Stimme die Persönlichkeit ihrer Kunden – und schneiden die Angebote darauf zu“, so Heise im Artikel Stimme verrät Charakterzüge.

Hier der erste von drei Artikel in Folge zum Thema „Arbeit“: Harter Arbeitsalltag –
Umfrage: Das sind die sechs undankbarsten Berufe Deutschlands - ist Ihrer dabei?
(HNA).

23. Januar

Gänzlich undifferenziert darf die Überschrift Arbeitsmarkt – Es kommen goldene Zeiten des Heise-Artikels nicht verstanden werden, denn in manchen Branchen gibt es einen starken Stellenabbau durch die Digitalisierung.

Inhaltlich irgendwie passend hat Heise über Lieferdienste geschrieben: Gig Economy bei Foodora und Deliveroo – Die Folgen der Arbeitsorganisation mit Apps.

Der Chefarzt der Stuttgarter Lungenklinik im Krankenhaus zum Roten Kreuz gab gegenüber dem ZDF zu Protokoll (siehe Fachleute uneins - Lungenärzte zweifeln Grenzwerte an), dass es „keine Feinstaub- oder NO2-Erkrankung der Lunge oder des Herzens“ gebe, die man im Krankenhaus antreffe. Ebenso gebe es „keinen einzigen Toten, der kausal auf Feinstaub oder NO2 zurückzuführen wäre.“ Sei Fazit: „Das ist unseriöser, ideologiegeleiteter Populismus“.

Landwirtschafts-Simulator 19 – Eigene Esports-Liga mit 250.000 Euro Preisgeld angekündigt (Playnation)

Vertreter der Stadt Eichstätt seien „fassungslos“, so N-TV, denn: Ist das Diskriminierung? Mann klagt gegen Frauenparkplätze.

22. Januar

Wie die NZZ, durchaus übertragbar auf weitere Unternehmen (sowohl in- als auch außerhalb der Finanzbranche) festhält: Die Vorfälle bei Raiffeisen mögen haarsträubend sein – doch ist schlechtes Management nicht strafbar.

Der T3n-Artikel über Streaming-Dienste ist in der Kategorie „Ratgeber“ einsortiert: Account-Sharing – das kann dir dabei passieren.

21. Januar

Aufgrund der Langlebigkeit der Sendung mag der ein oder andere verwundert sein, dass ein Teilnehmer ob der Teilnahmebedingungen so überrascht klingt: „Bei jeder Gelegenheit gequält“ – Dschungel-Tommi ätzt: „Das Camp war reinste Folter“.

Angesichts des 2010 veröffentlichten Werks „Patriotismus – Ein linkes Plädoyer“ von Robert Habeck (siehe hier ein Zitat daraus) hätte sich die Überraschung über die Bezeichnung „Herrmanns“ als „hässlichen Mann mit Minirock“ durch den Co-Vorsitzenden der Bündnisgrünen in Grenzen halten sollen, hat sie aber nicht: Lippische Jusos kritisieren Habecks Äußerungen zum Hermann.

19. Januar

Es scheinen gute Nachrichten für die Zuschauer (sie sehen weniger Werbung), aber die neuen Monetarisierungsregeln könnten eher schlecht für kleine Qualitätsblogger (sie fallen aus dem Raster) und Werbetreibende (das Raster wird gröber) sein: Youtube dreht den Geldhahn zu – Warum viele Videoblogger sauer sind (T3n).

Bei Spektrum erschien eine Filmkritik zu dem schwedischen, am 18. Januar hierzulande direkt auf DVD veröffentlichen Werk »The Unthinkable«: Wenn das Undenkbare wahr wird.

18. Januar

Den Kontext zum Informationsflyer der Landeshauptstadt Hannover Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache (PDF) gibt es auf hannover.de in dem Text Stadtverwaltung – Neue Regelung für geschlechtergerechte Sprache.

17. Januar

Muslimische Ringer wegen verweigerter Berührung verurteilt (Welt) – vom Rechtsausschuss des Hessischen Ringer-Verbands und mit einer Sperre bis zum 31. Juli.

Kann man von „Ponzi-System“ sprechen, wenn die SPD Beamte und Privatversicherte gesetzlich versichern (Zeit) will?

Unbekannte stellen „hunderte Millionen“ Zugangsdaten ins Internet, schreibt der Der Spiegel und meint damit E-Mail-Adressen und Passwörter.

16. Januar

Es gebe „gibt nicht viele Politiker in der AfD oder im Rassemblement National“, so schreibt es Adam Soboczynski auf Zeit.de im Artikel Michel Houellebecq – Das große Beschweigen, „die sich derart pointiert zu ihrem Antiliberalismus bekennen würden wie der allerorts gefeierte“ Autor aus Frankreich.

15. Januar

Die Zeiten ändern sich: US-Hitparade – Mit 823 verkauften Alben zur Nummer 1 (Heise).

14. Januar

Wie Professor Jürgen Gerhards und der wissenschaftliche Mitarbeiter Tim Sawert im Artikel Diversität an Hochschulen – Die Solidarität endet an der Grenze zur Unterschicht skizzieren, ist Diversität „kein neutraler Begriff, der natürliche und gesellschaftliche Vielfalt einfach nur beschreibt, sondern auch ein politisches Programm“.

Autoreisende mit Zielen in Österreich (oder dahinter) kennen den „neuartigen Blitzer“ bei Hannover schon länger, über den Der Spiegel berichtet. Nun gibt es auch in Niedersachsen ein „Streckenradar“.

13. Januar

Sicherlich oft gefragt, hier beantwortet: Der Unterschied zwischen Parmesan und Grana Padano (Splendido).

Zum Hintergrund
Unter dem Tag Linkschleuder (und zwischenzeitlich mit wechselnden Überschriften) werden jene Artikel versammelt, die "aus den Streams" der verschiedenen Social-Media-Kanäle kommen. Die redaktionelle Darstellung variiert, doch eine klare Nennung der Medien und der Veröffentlichungsdaten ist konsistent. Die ausgewählten Medien sind entweder hiesige oder internationale etablierte Medienhäuser jeglicher Couleur, „neue“ Medien (sprich Online-Medien) oder lesenswerte Blogs. Die Einordnung der Informationen obliegt üblicherweise dem Leser.