Presseschau März und April 2019

Da der alte Lateiner ja weiß, das Abwechslung gefällt („variatio delectat“), ist erfolgt die siebte Preszeschau des laufenden Jahres mal als zweimonatlicher Überblick.

In zeitlich nicht auf den Punkt zu datierendem Artikel (es fehlt halt ein Veröffentlichungsdatum) hat das Wirtschaftsmagazin Brand Eins sechs „unverdient“ und „leider ausgediente “ Dinge zusammengefasst, darunter Landkarten, die noch „tiefes Wissen“ über die Umwelt vermitteln, und Compact Discs, deren Absatz „allein in Deutschland von 2001 bis 2017 von rund 185 auf knapp 63 Millionen Stück gesunken“ ist.

28. April

Der männliche Parteichef von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, fordert laut des Focus-Artikels Mutprobe auf dem Schlachthof: Grünen-Chef Habeck erklärt, wie er Vegetarier wurde „das Ende der "Konsumenten-Demokratie", in der allein den Verbrauchern die Verantwortung für moralisch richtige Kaufentscheidungen aufgebürdet werde“. Stattdessen müsse die Politik „für bessere Zustände sorgen“.

27. April

In ihrem Tweet vom 27. April bezeichnet es die Ressortleiterin Politik der Welt als „Schande“, dass hierzulande junge Juden ihre Kette mit dem Davidstern „außerhalb des jüdischen Gymnasiums unter die Kleidung“ steckten, da sie „niemanden provozieren“ wollten – nachzulesen im Artikel Warum junge Juden Deutschland verlassen (Bezahlschranke).

Während die SZ schreibt, dass die Bündnisgrünen „die neuen Liberalen“ seien, /link: https://twitter.com/ulfposh/status/1122202905820446722 text: twittert Ulf Poschardt popup:yes) (Journalist eines Konkurrenzmediums):
„wer die grünen für eine liberale partei hält, hat mit der freiheit nicht mal geflirtet“.

26. April

Wenn der Deutsche Wetterdienst mitteilt, dass es einen Dürresommer geben könnte, wenn es nicht regnet, und die hiesigen Medien daraus „Zuspitzungen“ machen, gibt es auf Meedia ein Interview mit Jörg Kachelmann über Dürre-Warnungen: „Über 90 Prozent aller Geschichten zu Wetter und Klima sind falsch oder erfunden“.

Nur einen Tag vor der Feststellung der SZ, dass die Bündnisgrünen die „neuen Liberalen“ seien, kommentiert Berthold Kohler von der FAZ in seinem Stück Prügel für Palmer, dass die Vorwürfe „gegen den grünen Dissidenten in Tübingen“ wieder zeigten, „welche "Offenheit" in seiner Partei toleriert“ werde.

In einem „Wochenende“-Artikel konstatiert die NZZ, die Schweiz sei nirgends [...] so arabisch wie in Interlaken – und stellt gleich in der Überschrift die Frage: „Doch zu welchem Preis?“

25. April

Heise veröffentlicht die dpa-Meldung Aus für den 500-Euro-Schein – Ausgabe endet am Freitag, in der die Autorin in Frage gestellt, ob „mit dem Ausgabestopp Schwarzarbeit und Terrorfinanzierung zurückgedrängt werden“ und zudem festhält, dass die Schätzungen für den „Anteil von Aktivitäten wie Schwarzarbeit, Schmuggel oder Drogenhandel am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 2 und fast 17 Prozent“ doch recht stark schwanken.

Wenn die altehrwürdige Zeit über die aktuelle „Mitte-Studie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld schreibt, für die „1.890 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 97 Jahren per Telefon“ befragt wurden (siehe Mehrheit demokratiefreundlich, ein Fünftel rechtspopulistisch), und die eigenen Leser echauffieren sich in den Kommentaren u.a. über die Erkenntnis, dass bei den Befragten „deutlich stärker“ „nationalchauvinistische Einstellungen vertreten (seien), wie beispielsweise die Forderung, Deutschland müsse in der Außenpolitik erst einmal an nationale Interessen denken“, weil die „Außenpolitik einer Nation, die sich vornehmlich mit nationalen Interessen beschäftigt“ nicht böse sein könne, oder allgemein über die Fragestellungen, könnte das ein Indiz dafür sein, dass die Studie eventuell suggestiv war und ein bestimmtes Ergebnis erzielen sollte.

24. April

Weder ist grundsätzlich jeder Kolumnist für den Spiegel gut, noch hat jeder grundsätzlich gute Kolumnist immer lichte Momente. Der Beitrag Wir können uns den Wohlstand bald ans Faxgerät schmieren von Sascha Lobo über 5G und KI gehört mutmaßlich in die Kategorie „Wirkungstreffer“.

Im Schweizer Medium Geschichte der Gegenwart hat sich der Herausgeber, der Koblenzer Professor Christian Geulen, über Bildung heute und den Weg der Universitäten von Stätten der Bildung zu „bloßen Ausbildungsstätten“ ausgelassen: ‚Kata­strophe‘ ist gar kein Ausdruck.

23. April

Nicht nur der Blick in den DAX zeigt, dass die Schwergewichte der deutschen Industrie mit Ausnahme der Nachkriegsgründung SAP eher „klassisch“ orientiert sind, auch der aus der „Höhle der Löwen“ einer breiten Öffentlichkeit bekannte Investor Frank Thelen hält im Handelsblatt fest, dass „all diese marktbeherrschenden Global Player“ wie Google, Apple, Facebook, Amazon, Microsoft, Baidu, Alibaba, und Tencent aus den USA oder China kommen und konstatiert daher: Für europäische Champions braucht es Mut und Konsequenz.

22. April

Wer möchte, kann die Spiegel-Kolumne Der Spargelkult muss enden von Margarete Stokowski, in der sie das schlanke Gemüse als den „alten weißen Mann der Kulinarik“ bzw. als „Dickpic-Ersatz im Netz“ schilt, als intellektuellen Gegensatz zu Sascha Lobos Kolumne vom 24. April (siehe oben) ansehen.

Wenn als Hintergrund einer Messerattacke soweit bekannt ist, der Ursprung sei „möglicherweise ein Streit, der bereits am Gründonnerstag begonnen habe“, und die Meldung als Sachinformation aber nur ganz vage enthält, dass ein „43-jähriger Mann“ und „Unbekannte“ bzw. „mehrere Männer“ beteiligt waren, hat der unbeteiligte Leser möglicherweise das Gefühl, im Artikel Brutale Tat in Köln — Mann durch die Straßen gejagt und niedergestochen (T-Online) stünde nicht alles.

Im NZZ-Streitgespräch mit Patrick Hofstetter erläutert Jean-Pierre Tappy, der bei der Swiss zuständig für Verkehrsrechte, Umwelt und wirtschaftspolitische Themen ist, dass er den Einfluss des CO₂-Ausstoßes auf das Klima nicht in Abrede stellen will und die Luftfahrt „da vor einer grossen Herausforderung“ stehe, ihm gleichwohl „die Fokussierung auf einen Emittenten, der für zwei bis drei Prozent des gesamten von Menschen verursachten Ausstosses verantwortlich ist“ nicht gefällt, weshalb er die Diskussion für „nicht ehrlich“ hält.

Es sei ein „riskantes Experiment“, schreibt Andreas Rüesch für die NZZ über die Entscheidung der Ukrainer für einen Komiker als Präsidenten, in der auch das „Totalversagen der herkömmlichen Garde der Politiker zum Ausdruck“ komme. Gleichwohl sei die Wahl in dem Wissen erfolgt, dass sie den neuen Präsidenten wieder abwählen könnten, wenn seine Leistungen unter den Erwartungen blieben.

21. April

Mit Finanzanlagen wird nur in den Glaspalästen der Bankmetropolen jongliert? Mitnichten, so Capital: Ein Kloster zeigt, wie man mit Aktien richtig anlegt.

Weil sich in einem Fall „die Lage trotz Abmahnung mittels Megafon nicht beruhigt habe, habe man zum Schutz der Einsatzkräfte Gummischrot und Tränengas einsetzen müssen, schreibt die Stadtpolizei“, schreibt die NZZ im Artikel Brennende Container und Flaschenwürfe: Mehrere Attacken auf Polizisten an der Zürcher Seepromenade.

20. April

Thomas Moser bezeichnet es in der Überschrift seines Telepolis-Artikels als Geschlechtspopulismus, dass der Gesetzgeber im Bundesland Brandenburg, vulgo der Landtag, ein Paritätsgesetz verabschiedet hat, welches ab den übernächsten Wahlen 2024 zieht. Demnach seien lediglich jene Parteien zugelassen, auf deren Listen sich Frauen und Männer abwechseln.

19. April

Das Grimme-prämierte Online-Medium Telepolis kritisiert die selektive Berichterstattung der hiesigen Medien über eine bereits seit fünf Monaten aktive Oppositionsbewegung in einem großen westlichen Nachbarland: Das Schweigen über die Ziele der Gelbwesten und die Staatsgewalt gegen sie.

17. April

Ist das jetzt eine Überspitzung von Heise durch die Überschrift oder wissenschaftlicher Fakt, was das IFO-Institut mit „E-Autos erhöhen CO2-Ausstoß“ konstatiert?

13. April

Zwei „Aktivistinnen“ unter dem Banner von Femen instrumentalisieren ihre nackten Oberkörper, um mit der Verhallhornung „Das ist Spahnsinn“ gegen Jens Spahn zu protestieren (T-Online). Wie in dem Videoausschnitt zu hören und am Ende des Artikels zu lesen ist, kommentierte der Minister salopp: „Bei mir kommt ihr mit Ausziehen nicht so weit.“

11. April

Die Spiegel-Überschrift über das Ende von Idi Amin von 40 Jahren ist angesichts der verbrochenen Gräuel ein textlicher Schlag ins der Opfer: Der Horrorclown unter den Despoten.

Wie Bülent Mumay in seiner FAZ-Kolumne Brief aus Istanbul – Wir nehmen unsere Abwahl einfach nicht an schreibt, versuche die Partei des Präsidenten „alle möglichen Tricks, um die Stadt, in der er um Nasenlänge unterlag, nicht an die Opposition übergeben zu müssen“.

Laut der Einleitung des Handelsblatt-Artikels Industrieländer-Vergleich – In Deutschland bleibt besonders wenig Netto vom Brutto „sorgt“ sich die OECD „um den sinkenden Lebensstandard der Mittelschicht“.

Es geht um „mehr als 550 URLs“, die u.a. „das gesamte Project Gutenberg, eine Sammlung von 15 Millionen Public-Domain-Texten, das Musikarchiv der Band Grateful Dead oder Aufzeichnungen des Politik-TV-Senders CSPAN aus Washington D.C.“ umfassen, wie Futurezone aus Österreich berichtet: EU hält Teile des Internet Archive für "terroristische Inhalte".

10. April

Wer den Zeit-Text Extremismus – Indonesien islamisiert sich lesen will, muss den Weg hinter die Bezahlschranke kennen.

8. April.

Wie der Spiegel berichtet, darf die „Familie von NS-Kriegsverbrecher [Alfred Jodl das] Scheingrab behalten“. Gerüchteweise soll es ja auch Gräber bzw. sogar Mausoleen für Menschen geben, die Diktaturen aufgebaut haben und/oder selbigen vorstanden, und die nicht in Frage gestellt wurden.

5. April

Während die Überschrift des NZZ-Interviews mit Paypal-Gründer und Philosoph Peter Thiel mit dem Zitat «Die Köpfe im Silicon Valley haben sich gleichgeschaltet» noch vergleichsweise harmlos klingt, scheint die Überschrift in den Meta-Tags für Social Media optimiert zu sein: «Donald Trump handelt für mich zu wenig disruptiv».

1. April

Ist das jetzt Kulturpessimismus oder Prognose, wenn der Gastkommentator in der NZZ die westliche, marktwirtschaftliche Gesellschaft auf dem Weg in die digitale Knechtschaft und die Planwirtschaft sieht?

25. März

Was ist das nur für eine mutmaßliche Hochzeitsgesellschaft, die (so die Rheinische Post) in Luxusautos die A3 blockiert?

21. März

Die DGAP verbreitet die Jahreszahlen des einzigen börsennotierten deutschen Spirituosenproduzenten: Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft veröffentlicht Geschäftsbericht 2018: 'Rückenwind für weitere Geschäftsentwicklung'. Die „Transformationsreise hin zum schlagkräftigen, integrierten und innovativen Getränkekonzern“ war im 4Investors-Interview vom 8. Februar übrigens noch der „Weg zu einem breit aufgestellten, schlagkräftigen und vor allem innovativen Getränke-Inkubator“.

20. März

Ausgangspunkt ist ein Tweet von einem Mitglied von Out In Tech, einem LGBTQ+-Verband der Tech-Industrie: Sex und Gewalt auf Netflix: Darum ist die Reihenfolge der "Love, Death & Robots"-Episoden nicht bei allen gleich (Filmstarts).

Es geht im SZ-Artikel um zwei Personalien und der Abschlussbericht würde auch nicht abgewartet: Fälschungsskandal — Fall Relotius: Ullrich Fichtner wird nicht "Spiegel"-Chefredakteur.

19. März

Die Bewertung eines Sachverhalts sagt auch immer etwas über den Bewertenden aus, wie beispielsweise Spiegel-Autor Arno Frank bereits im Vorspann seines Meldungskommentars Trennung von Thea und Thomas Gottschalk – Ehe der Spaß vorbei ist zeigt. Denn von „einer gescheiterten Beziehung zu sprechen“, offenbare ein „antiquiert-naives Verständnis von Ehe“.

18. März

Die Zeit-Gastautorin mit dem Pseudonym „Franka Lu“ schreibt über einen Hass, der chinesische Wurzeln hat.

Während auf welt.de am 14. März auf Basis einer Bertelsmann-Studie die Rente mit 70 gefordert wird, schreibt die Wiwo vier Tage später von der verhängnisvolle[n] Liebe der Deutschen zur Frührente.

14. März

Es ist nicht unwahrscheinlich, wenn man dem Link auf Heise folgt, dass der Radnabenmotor kommt – und zwar von einem japanischen Spezialisten für Festplattenmotoren.

Der Spiegel-Kolumnist Jan Fleischhauer berichtet in seiner Spiegel-Kolumne Freund-Feind-Denken – Kontaktschuld von einer Geburtstagsfeier bei Matthias Matussek, in deren Nachgang Jan Böhmermann Fleischhauers Chefredaktion anschrieb und sich der ARD-Moderator Reinhold Beckmann öffentlich via Facebook für seine Teilnahme entschuldigte. Einen Tag später gab das Geburtstagskind übrigens der JF ein durchaus launiges Interview.

In ihrem Beitrag Demografische Krise – Den Kindern von heute droht die 171.000-Euro-Bürde erläutert die Welt auf Basis einer Studie der Bertelsmann Stiftung in der Bezeichnung des Links zwar, dass „Migration und Rente mit 70 [...] die Jungen vor teurer Bürde retten“ sollen, geht aber nicht darauf ein, warum es ein lohnendes Ziel sein soll, in einen Staat zu migrieren, der einen arbeitsfreudigen Neubürger als Steuersubjekt für Entscheidungen der Vergangenheit heranziehen möchte.

Um günstigen Wohnraum in Berlin zu schaffen, sollen „Deutsche Wohnen + Co“ enteignet werden, was laut Morgenpost „zwischen 28,8 und 36 Milliarden Euro“ kostet und über die „Hilfswerk-Siedlung“ auch die evangelische Kirche betrifft.

13. März

Gerüchteweise soll es ja schon frühzeitig Stimmen gegeben haben, die, so wie es die Welt im Artikel Teure Mieten – Deutschlands Familien verlassen die Städte im Eingang darstellt, darauf hingewiesen haben, dass in den hiesigen Städten ein Wettbewerb um (günstigen) Wohnraum entstehen würde, wenn neue Akteure auf den Markt stoßen.

Weil die lokale Behörde einer baden-württembergischen Kleinstadt (ca. 40.000 EW) Papiere nicht ausstellen konnte, die von einer Botschaft ausgestellt werden müssen, entwickelte sich ein „Disput“, an dessen Ende der Sachgebietsleiter (40) von einem Mann (19) per Faustschlag ins Gesicht niedergestreckt wurde, so die Esslinger Zeitung.

Inhaltlich geht es um "Resettlement" durch UNHCR: Auch gegen besonders hilfsbedürftigen Flüchtlingen ist Hilfsbereitschaft gering (Heise).

12. März

Verschiedene US-Medien, beispielsweise die New York Times, veröffentlichten Beiträgge über einen Betrugs- bzw. Bestechungsskandal, bei dem vergleichsweise wohlhabende Eltern für den Zugang ihrer nicht ausreichend begabten Kinder auf vergleichsweise renommierte Universitäten sorgten – gegen einen entsprechenden Obolus. Einen umfangreichen Artikel auf der englischen Wikipedia gibt es seit kurz nach 17 Uhr.

Ein „in Berlin wohnhafter Mann aus Ägypten“ (28 Jahre) wurde in Dortmund von einem „39 Jahre alten Syrer“ mit einem Absperrpfosten gegen den Kopf geschlagen, was von der Videoüberwachung bestätigt wurde, so die WAZ.

11. März

Nachdem Ramin Peymani am am 24. Februar schon seinen Meinungsbeitrag auf The European platziert hat und das „Framing Manual“ auch zweimal Thema der Presseschau Februar 2019 war, setzt Hans-Martin Esser beinahe einen Monat nach Jan Fleischhauer (siehe seinen Spiegel.de-Beitrag vom 14. Februar) mit einem weiteren Meinungsbeitrag auf das „Framing“-Thema: Bitte mehr Ehrlichkeit statt Peinlichkeit im Öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

10. März

Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht Nils Binnberg, aus dessen Sicht Ernährungslehren „ja auch etwas extrem Religiöses“ hätten, über zwanghaftes Essen: "Vegan-Sein erschien mir wie der Weg zur Unsterblichkeit".

Während „Brüssel“ die Welt ein wenig sicherer machen möchte, hat Welt-Redakteur Karsten Seibel eine eher skeptische Haltung zu den spätestens ab September geltenden Regeln beim Online-Shopping – wie Brüssel Amazon noch stärker macht.

7. März

Die FAZ hat da eine ziemlich klare Haltung zum Verdränger von Apples iOS: Betriebssystem am Ende – Android hat fertig.

Ob es nun rein ökonomische Maßnahmen (Kostensenkung) sind, die als Sicherheitsgewinn verkauft werden, ober es der schwedische Weg zu ein wenig Bevormundung der Käufer ist, ist Ansichtssache. Aber im Zuge der Tempolimit-Debatte meldet die FAZ: Volvo drosselt alle Neuwagen auf 180 km/h.

Die Augsburger Allgemeine fragt den im Libanon geborenen Islamwissenschaftler und Migrationsforscher Ralph Ghadban u.a., „Wie konnten Clans so mächtig werden?“, und dieser hält u.a. fest, dass er als Wissenschaftler seine mitunter aus einer „ Haltung von politischer Korrektheit“ kritisierten Äußerungen bereits seit 20 Jahren tätigt, und dass die Geburtenraten bestimmter Gruppe „geradezu astronomisch“ seien und „Familien mit zwölf, 14 oder 16 Kindern [...] keine Seltenheit“.

Wie sensibel „Humor“ ist, zeigte sich nicht nur Ende Februar bei dem Mann Bernd Stelter, sondern Anfang März auch bei der Frau, die Angela Merkel folgte: Kritik an Parteivorsitzender : Kramp-Karrenbauer spöttelt über drittes Geschlecht (FAZ).

Die renommierte Bundestagsopposition ist wenig erfreut ob dieser Offenlegung: Bundespolizei speichert Bodycam-Aufnahmen in Amazons AWS-Cloud (Heise).

1. März

Wie die Rheinische Post zum Start in den Straßenkarneval schreibt, sind die Karnevalisten unter Beschuss, was u.a. auf ein Viertel in Opladen zutreffe, wo ein „berüchtigter Familienclan“ lebe, der alles zurückwerfe, was er nicht gebrauchen könne. Die Karnevalisten wehren sich gegen das Zurückwerfen, in dem sie auf „Markenpodukte“ bzw. „hochwertige Süßigkeiten“ setzen.

Zum Hintergrund
Unter dem Tag Linkschleuder (und mit wechselnden Überschriften) werden jene Artikel versammelt, die "aus den Streams" der verschiedenen Social-Media-Kanäle kommen. Die redaktionelle Darstellung variiert, doch eine klare Nennung der Medien und der Veröffentlichungsdaten ist konsistent. Die ausgewählten Medien sind entweder hiesige oder internationale etablierte Medienhäuser jeglicher Couleur, "neue" Medien (sprich Online-Medien) oder lesenswerte Blogs. Die Einordnung der Informationen obliegt üblicherweise dem Leser.