Rückblick: Meldungen und Ansichten zur PKS 2016

Vor rund einem Jahr wurde dieser Text abgespeichert und wurde dann mehr oder minder vergessen. Damit wäre er entweder ein Fall für die "Rundablage", weil er veraltete Inhalte behandelt... oder er dient als Vorbereitung auf die entsprechenden Veröffentlichungen für das zurückliegende Jahr, die jetzt bald anstehen sollten. Da es diesen Vorspann gibt, ist die Entscheidung offensichtlich.

Bei der Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2016 kommt der jugendlich-frische Handelsblattableger Orange by Handelsblatt zu dem Ergebnis, dass die kriminellste Stadt Deutschlands gar nicht Berlin (24. April 2017) ist, sondern eine kleinere Großstadt "tief im Westen".

Der ca. 3.400 Follower starke Twitter-Account @SoliDavidwache (Impressum via fb.com/Davidswache/, dort > 68.000 Likes) kommentiert den Kommentar des vom NDR befragten Experten:

Am 19. April 2017 schreibt die Zeit in dem Beitrag Kriminalität – Wie kriminell sind Flüchtlinge? u.a. über "die Tücken der Kriminalstatistik":

"Schließlich – und auch das ist wichtig – ist das Risiko eines Fremden, angezeigt zu werden, nach Untersuchungen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen bis zu doppelt so hoch wie das Risiko eines deutschen Tatverdächtigen. "

Diese Position wird gut eine Woche später am 25. April 2017 auch auf FAZ.de wiedergegeben: Kriminologe: Flüchtlinge werden häufiger angezeigt als Deutsche. In dem kurzen Text findet sich seine Stellungnahmen, dass es bei der selben Sprache und der selben ethnischen Gruppe eher der Fall sei, sich ohne polizeiliche Hilfe zu einigen.

Die gleiche Zeitung berichtete am 28 Januar 2016 über den Umgang mit Flüchtlingen: Keine Strafverfolgung bei Ladendiebstahl? Gleich im Vorspann sagte die FAZ aber auch, dass es unklar sei, inwieweit die vorläufige Vereinbarung von Oktober 2015 umgesetzt wurde und ob sie noch gelte.

In den grundsätzlichen Kontext gehören auch diese vier Beiträge:

In dem österreichischen Medium Wochenblick (28. April 2017) wird sehr drastisch die Überschrift Offizielle Statistik – Täglich neun Sex-Attacken durch Ausländer! gewählt.

Zur Abrundung nach der Textwüste ein Tweet des DER SPIEGEL vom 3. Juni (hier auf archive.is archiviert):