Schon ein wieder ein paar Gedanken zum bzw. vom Tag (14. Februar)

Publizisten und das "Mimimi"

Es ist ein lesenswertes Doppelpack – erst die Kolumne GroKo – Feuchter Traum von AfD und Wladimir Putin" (Frankfurter Rundschau) vom 12. Februar von Anetta Kahane...

... und diese Replik Postdemokratie – Frau K. sagt, es könnte schlimmer sein einen Tag später von Dushan Wegner auf dessen Blog.

China und die Uto-/Dystopie

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Die Volksrepublik China baut zur Verhaltenssteuerung der Bürger ein „Social Credit System“ auf – hier ein Bericht der TAZ: taz.de/!5480926.
Für die einen ist das eine #Utopie, für die anderen #Dystopie – je nach persönlichem Weltbild. Für den Blick auf die praktische Anwendung sei übrigens die Folge "Nosedive" der Netflix-Serie "BlackMirror" empfohlen.

Hamburg und die Auseinandersetzung

Wenn man anderen Medienberichten Glauben schenken kann, hat die Hamburger "Merkel muss weg"-Demonstrantin Uta Ogilvie angesichts dieses Statements (Facebook, 14. Februar) nicht verstanden, worum es der Antifa geht. Nicht Angela Merkel soll geschützt oder die Demokratie (bei der neben der Wahl von Politikern auch die Abwahl bzw. Wahl von anderen möglich ist) soll bekämpft werden, es geht um ein Ganzes, das größer ist als jeder einzelne aufrechte Antifaschist: "Wehret den Anfängen".

Denn in vereinzelten Berichten (siehe z.B. tichyseinblick.de/meinungen/hamburg-bericht-aus-einer-verwunschenen-welt oder juergenfritz.com/2018/02/12/anschlag-uta-ogilvie-haus) wird offensichtlich, dass ihre Demonstration als ein "fruchtbarer Schoss" wahrgenommen wird, aus dem wieder kriechen kann, "was hätt' einmal fast die Welt regiert".

Zum zusätzlichen Verständnis sei auch dieser Kommentar von Niklas Werner unter Uta Ogilvys Post empfohlen:

"Antifa ist mehr als eine Organisation, es ist eine Idee. Eine Idee der Vernunft, der Gleichberechtigung und vor allem, gegen Faschistische Arschlöcher. Die Antifa ist dazu da den Faschisten zu zeigen, dass das was sie machen, die Faschistische Idee, nicht in Ordnung ist."

In diesem Sinne ist das zuvor skizzierte nur die konsequente Umsetzung der Kolumne "Antifaschismus muss Alltag werden", in der die Spiegel-Autorin Margarete Stokowski in Bezug auf eine der beiden zuvor im Parlament nicht vertretenen Parteien etwas zu Protokoll gibt, was sich auch auf die Situation in Hamburg übertragen lässt:

"Man sagt "Antifa bleibt Handarbeit", und das heißt, dass wir in den kommenden vier Jahren die Hände voll zu tun haben werden, denen nachhaltig auf die Nerven zu gehen, die versuchen, sich als Konservative zu verkleiden, aber in Wirklichkeit für Rassismus, Nationalismus und völkisches Denken stehen."

PS: Screenshots der Facebook-Statements: Uta Ogilvy 1, Uta Ogilvy 2, Niklas Werner