Sieben Beobachtungen, Notizen und Fragen

Salamitaktik

Der Text im nächsten Absatz ist ein Zitat. Der Autor macht ihn sich im juristischen Sinne ausdrücklich nicht zu eigen. Er wird hier lediglich aus diesem Grund wiederholt, damit Menschen, die sich gerne "Real Life" (vulgo "das echte Leben") gerne mit anderen Menschen kontrovers austauschen, eine mögliche Diskussionsgrundlage haben:

"Es ist ja nur ein Solidaritätszuschlag. Es ist ja nur eine Kontenabfrage im Ausnahmefall. Es ist ja nur eine Limitierung des Bargeldverkehrs. Es ist ja nur eine Speicherung von Flügen für 10 Jahre. Es ist ja nur ein Uploadfilter. Es ist ja nur ein Ausreisevisum."

Schnittmenge

Wie groß ist eigentlich die Schnittmenge zwischen denen, die den US-Präsidenten ob der Trennung von illegal Einreisenden verdammten, und jenen, die AfD-Mitgliedern, Reichsbürgern und Home-Schoolern (oder, wie Friedenspreisträgerin Carolin Emcke, dem US-Präsidenten) die Kinder wegnehmen wollten?

Die Frage wird nur weitergereicht, weil sie an anderer Stelle in den Streams aufgetaucht ist.

Zwei Sichtweisen zu unterschiedlichen Zeitpunkten

"[...] insbesondere in der Union dürfte sich die Begeisterung darüber, dass Schwesig das Programm gegen Linksextremismus ersatzlos streicht, in Grenzen halten. Dieses war 2010 von Kristina Schröder eingerichtet worden. Das Urteil von Manuela Schwesig darüber fiel am Montag vernichtend aus. Das Programm habe sich als völlig „wirkungslos“ erwiesen. Die Projekte hätten ihr Zielpublikum nicht erreicht. [...] Das Problem sei „aufgebauscht“ worden, ohne dass dafür eine effektive politische Lösung angeboten worden sei, resümierte Schwesig."
Manuela Schwesig „Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem“ (Welt, 30. Juni 2014)

protokollierte die Welt im Sommer 2014, als die damalige Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) ihr Programm gegen Rechtsextremismus vorstellte.

“Das derzeitige Niveau der Gewalt und Aggression von Linksextremisten sowohl gegen Polizeibeamte als auch gegen zivile Personen und Einrichtungen ist besorgniserregend”
Verfassungsschutz nennt linksextreme Gewalt besorgniserregend, Reuters

so Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen am 20. Juni 2018 in Berlin.

Ergänzend dazu noch ein Blog-Beitrag von der Huffington Post vom 20. Januar 2015: Linksextremismus, die verkannte Gefahr.

Integration in Großbuchstaben

Wie Pierre Vogel sich Integration vorstellt (dieser Satz schreibt er in Großbuchstaben), skizziert er in einem öffentlich einsehbaren Facebook-Beitrag vom 17. Juni – dem aktuellen Eventkalender entsprechend mit der Deutschen Fußballnationalmannschaft sowie Mesut Özil, Ilkay Gündogan und Thomas Müller als Bezugspunkten.

Die Antithese

Quasi die Antithese ist der ebenfalls öffentlich einsehbare Facebook-Beitrag von Imad Karim vom 18. Juni.

"ad calendas graecas"

Den Altsprachlern dürfte die Wendung "ad calendas graecas" hinlänglich bekannt sein. Ansonsten sei die Frage gestellt, ob bzw. welche Konsequenzen das zeitigt, was N-TV in dem Artikel IWF gibt Athen kein Geld – Schäubles Griechenland-Lüge fliegt auf "eine der größten politischen Lebenslügen des einstigen Finanzministers" nennt.

Harte Worte

Im Interview mit der Rheinischen Post findet Ex-Nationalspieler Uli Borowka harte Worte: „Alles, was mit dem DFB zu tun hat, möchte ich nicht mehr haben“