„Streitkultur und Demokratie“

Wie bereits in Kommentar Nummer 4 von „Norbert Sixtus“ kritisiert wird, vertrage es sich nicht, einerseits eine offene Debatte zu fordern wie Spiegel-Redakteur Peter Maxwill in seinem Text „Wir schweigen die Demokratie zugrunde“ vom 21. Juli, dass es gefährlich sei, sich „immer häufiger aus Debatten in [der] Familie, [dem] Freundeskreis oder [dem] Sportverein“ zurückziehen,...

... aber in eben jenem Meinungsbeitrag klar herausgearbeitet werde, dass manche Gedanken doch „untragbar und unerträglich sein sollte[n]“, was konträr zum Wunsch nach einer offenen Debatte stünde.

Der sechste Kommentarschreiber setzt hingegen an dem Punkt an, dass er beim Autor eine Filterblase vermute, die sich besonders auf eine politische Richtung konzentriere, jedoch hingegen meinungsstarke Menschen wie die hier bereits mehrfach zitierte Margarete Stokowski (siehe z.B. den Blog-Artikel vom 21. März 2018) ausblende.

Andere Leser indes (beispielsweise die Nummer 11 und 13) stimmen dem Autor sinngemäß voll zu und sehen „eine dumpfe Mehrheit“, die den „Weg in die nächste zivilisatorische Katastrophe“ wolle, bzw. begrüßen es, dass „SPON zu einigen Themen das Forum schon gar nicht öffnet und bei anderen Themen die reinen Hasskommentare von vornherein“ nicht veröffentliche.

Vergleichsweise differenziert weisen die Kommentatoren 16 und 17 darauf hin, dass die Zustimmung zu „zivilem Ungehorsam“ eine Frage der Perspektive sei bzw. dass es eher antidemokratisch sei, „extreme Meinungen verbieten“ zu wollen.

Kontextuell ergänzend – in bisheriger Abwesenheit einer Ausarbeitung zur Schweigespirale – sei auf den Blogartikel „Das Prinzip der Meinungsfreiheit...“ verlinkt.