Vermischte Gedanken – Systeme, Framing, Kirche, Widerstand

Wie schon der Beitrag Schule im Jahr 2018 ist auch diese Ansammlung von Beobachtungen und Notizen durch eine Verkettung von "Umständen" nicht im Juli erschienen...

Gesellschaftliche Systeme

Wer glaubt, Demokratie und Marktwirtschaft seien zu schwerfällig, voller lästiger Interessenkonflikte und repräsentierten nicht den wahren Volkswillen, sollte vielleicht noch einmal exemplarisch im Geschichtsbuch für das 20. Jahrhundert (oder auf der Wikipedia) nachschauen, zu welchen Konsequenzen verschiedene gesellschaftlich Alternativen beispielsweise in China, Russland oder Deutschland geführt haben.

Sprachliches "Framing"

"Die linke Szene regt sich über sprachliches „Framing“ der Bürgerlichen auf. „Asyltourismus“ sei ein Unwort. Dabei hat die Linke über Jahrzehnte mit gezielter Sprachagitation ideologische Politik betrieben."

So leitet Wolfram Weiner, ehemaliger Chefredakteur von Welt, Berliner Morgenpost und Focus sowie Gründungsherausgeber von Cicero seinen Artikel Das „Speech Mainstreaming“ der Linken auf The European (22. Juli) ein.

Kirche

Screenshot von Facebook

Quelle: facebook.com/domradio.de

Wer beispielsweise im Nahverkehr – oder (angesichts des aktuellen Wetters) im Freibad – Dialoge von (ehemaligen) Kirchenmitgliedern belauscht bzw. selber mit ihnen führt, könnte zu dem Schluss kommen, dass es einen Teil der Basis schmerzt, dass die Zwei-Reiche-Lehre seit geraumer Zeit in Vergessenheit geraten zu sein scheint, die Kirchenführung zu viel Wert auf die Tagespolitik und zu wenig Wert auf Missionsarbeit und Erbauung/Besinnung legt.

Aber möglicherweise bekommt man in solchen Fällen auch einfach nur einen falschen Eindruck, weil ja üblicherweise Wortmeldungen nur von den Unzufriedenen kommen. Oder es sind einfach nur einfache Schäfchen, die – im Gegensatz zu den guten Hirten mit dem Blick für größere Zusammenhänge – wenig bis nichts von der Welt wissen.

Widerstand

Nachtrag zum früheren Post "Es lebe das heilige Deutschland":

"Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor in ihrer Sommerpressekonferenz bekräftigt, dass der 20. Juli nicht irgendein Tag in der deutschen Geschichte sei. Viele Menschen hätten damals für ein vereintes Europa ihr Leben gelassen. In der heutigen Zeit entscheide sich, ob Deutschland wirklich aus der Geschichte gelernt habe."
Attentat am 20. Juli 1944 : Maas für europäisches Erinnern an Widerstand gegen Hitler (FAZ, 20. Juli)