Von der Leyen, die EU und „toxische Sprache“

Wer demokratische Vorgänge mit "toxischer Sprache" wie "Hinterzimmer, Postengeschacher und Zank" diskreditiere, helfe den "Demokratieverächtern", sind sich der taz-Chefredakteur und dessen Leiter des Parlamentsbüros am 10. Juli in ihrem Kommentar "Schmutzige Worte" zu Ursula von der Leyens Nominierung als Präsidentin der EU-Kommission sicher.

Andere sehen das anders, und zwar aufgrund der Nominerung einer Kandidatin, die, anders als Manfred Weber, der dezidiert für EVP für diese Position angetreten ist, eben nicht bei der Europawahl angetreten ist. Ein Beispiel findet sich bei Zeit Campus, wo Sophia Schirmer ihren Kommentar vom 3. Juli mit "Liebe EU, ich bin enttäuscht" überschrieben hat.