Von "Umsiedlungsflüchtlingen" zur FAZ und "Hartz IV"

Wenn man morgens in den Nachrichten die Meldung vom „Tropfen“ auf den „heißen Stein“ mitnimmt...

...und irgendwo im Hinterkopf noch die für die Tagesschau im Februar aufgezeichnete Aussage Yascha Mounks bezüglich des „einzigartigen historischen Experiments“ rumschwirrt,...

...könnte sich fast Verständnis für Menschen entwickeln, die beispielsweise lesen Bücher von Akif Pirinçci aus dem Jahr 2016,...

...gäbe es da nicht Kommentare wie jüngst in der FAZ, die das kurze Wackeln der Perspektive schnell wieder auf ein solides Fundament stellen:

„Gerade die Freunde der Willkommenskultur müssten die aktuellen Hartz-IV-Zahlen begrüßen: Sie sind Ausdruck des „Wir schaffen das“ in der Flüchtlingspolitik. Die gute Konjunktur lässt zu, dass wir uns die Integration von 1,5 Millionen Flüchtlingen „leisten“ können. Hartz IV ist kein Armuts-, sondern ein Humanisierungsinstrument: Es ermöglicht den Verfolgten, in unseren Sozialstaat einzuwandern (ohne dafür Anrechte erworben zu haben).“

PS: Der im Zeit-Text (und in vergleichbaren Medien) verwendete Ausdruck "Umsiedlungsflüchtlinge" erinnert in Ansätzen an den "atmenden Deckel" der CDU/CSU von Oktober 2017.