Vor 40 Jahren: Der Auslöser für Ugandas Niedergang

Angesichts der Gräueltaten des Regimes von Idi Amin ist es schon „interessant“, den Hauptverantwortlichen als den Horrorclown unter den Despoten zu bezeichnen, wie es der Spiegel am 11. April gemacht hat.

Tatsächlich interessant ist jedoch eine der historischen Begebenheiten, die der Spiegel ausbreitet und die sich in vergleichbarer Form auch andernorts zugetragen haben, wo „Sündenböcke“ gesucht wurden. Denn der Auslöser für Ugandas wirtschaftlichen Niedergang , so der Spiegel, war im zweiten Jahr die Entscheidung Idi Amins, 40.000 Asiaten, „die schon seit Generationen in Afrika lebten und als Händler und Handwerker weitgehend die Wirtschaft dominierten“, aus dem Land zu vertreiben.

Nun gehöre „alles uns“, zitiert die Wochenzeitung eine damalige Aussage des Dikators, deren zweiter Teil „wir sind das einzige Land in Afrika, wo nur Afrikaner bestimmen“ lautet. Tatsächlich seien aber der Innen- und Außenhandel als Folge des erzwungenen Exodus kollabiert und auch die Deviseneinnahmen seien ebenso weggebrochen wie die Arbeitsplätze von Zehntausenden.

In dem Kontext sei auf den Blog-Artikel Der "Spiegel" und dessen Prioritäten in Bezug auf Südafrika verwiesen, der sich u.a. mit avisierten Enteignungen von Farmern im „Rainbow State“ beschäftigt und dabei auch auf ähnliche Maßnahmen zuvor in Simbabwe rekurriert – und deren ökonomische Folgen.

Weitere Artikel zum Thema „Südafrika“ finden sich zudem unter dem gleichnamigen Tag.