"Warum nicht mal zur Abwechslung positiv denken?"

Knapp sieben Jahre nach der Kolumne Geburtenschwund – Super, Deutschland schafft sich ab! (taz, 4. August 2011) von Deniz Yücel schreiben am 9. Juli ein Blogger der Huffington Post und der rechtliche Sohn des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein Passagen wie

"Niemand, der einigermaßen alle Maschen am Zaun hat, würde ihm eine Träne nachweinen."
Umvolkt uns! Warum das deutsche Volk abgeschafft werden sollte (HuffPost)

bzw.

"Warum nicht mal zur Abwechslung positiv denken? Durch Einwanderung könnte Deutschland zum neuen, besseren Amerika werden. Wir müssten uns nur von lieben Gewohnheiten verabschieden - zum Beispiel vom Sozialstaat, wie wir ihn kennen."
Einwanderung – Ein deutscher Traum (Spiegel)

die in eine ähnliche Richtung gehen.

Es entbehrt speziell beim Text von Augstein Junior nicht einer gewissen Ironie, dass dieser als einen Kern die Haltung 'Am deutschen Wesen soll die Welt genesen' in sich trägt, und der durch eine Erbschaft millionenschwere Salonkommunist die Erkenntnis "Die Armen wählen in ihrer Verblendung die Milliardäre" einfließen lässt.

In den Kontext der (beiden) vorgenannten Artikel gehören irgendwie aber auch der hier skizzierte Sachverhalt (bzw. das Werk, das den Aufhänger für den Artikel bildet) Neues Pamphlet "Umvolkung" – Akif Pirinçci findet neuen Verlag (Tagesspiegel, 13. April 2016) sowie Yascha "einzigartiges historisches Experiment" Mounk.