"Wer sagt denn, dass Deutschland den Deutschen gehört"

In den ersten 24 Stunden fast 1.500 Kommentare (danach nur noch tröpfelnd): Hat da die Zeit mit ihrem Interview mit einer evangelischen Pfarrerin nun die eigenen Leser getriggert oder sind es einzelne Kommentaristen, die den üblichen Zeit-Leserzirkel triggern?

Das Zitat aus der Headline mit vor- und nachlaufendem Satz:

"Wer in Afrika hungert oder keine Chance auf Frieden hat, kommt halt. Wer sagt denn, dass Deutschland den Deutschen gehört? Das ist ein Stück Land, das bewirtschaftet werden muss, damit die Menschen leben können."
Pfarrerin Eva Esche im Zeit-Interview mit Salomon Hörler, zeit.de vom 17. September

"Warum die Aufregung?", mag sich da der ein oder andere historisch bewanderte fragen. Mit gleichen bzw. vergleichbaren Argumenten sind schließlich auch viele Europäer nach Nord-, Mittel- und Südamerika ausgewandert und haben dort das Land bewirtschaftet, damit sie dort gut und gerne leben.

Ansonsten deckt sich ihre grundsätzliche Haltung auch der mit Apo Siken von der Islamischen Stiftung Regensburg, wie er für einen Beitrag des Bayerischen Rundfunks zu Protokoll gab (hier als zweiminütiger Beitrag auf der Facebook-Seite der Frankenpresse, hier als Ausschnitt auf YouTube):

"Solange wird miteinander auskommen ist doch schön. Der liebe Gott hat doch diesen Fleck Erde nicht für die Deutschen gemacht, erschaffen. Dieser Fleck Erde ist für uns Menschen gemacht."
Apo Siken, Islamische Stiftung Regensburg, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk