„White Privilege“ bei der Zeit

In einem Beitrag für die Zeit, dessen Link u.a. die Namen George Floyd, Immanuel Kant und Tönnies enthält, schreibt Elisabeth von Thadden über „White Privilege“ und fragt schon in der Überschrift: „Was ist unsere Schuld?“.

In den Kommentaren weisen die Leser u.a. darauf hin,

  • dass die wohlwollend angeführte Hanna Arendt ebenfalls ein Problem mit farbigen Menschen hatte,
  • dass die „Barbareskenstaaten“ Nordafrikas (siehe Wikipedia) zwischen 1530 und 1780 etwa 1,25 Millionen Menschen vor allem durch Raubzüge an den Küsten Italiens, Spaniens und Portugals versklavt hatten,
  • dass „Der verschleierte Völkermord: Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika (Deutsch)“ von Tidiane N'Diaye zwecks Information eine interessante Lektüre sei,
  • dass „die Osmanen und die sogenannten Krimtataren [...] mit Vorliebe weiße Menschen aus dem slawischsprachigen Osteuropa versklavt und ganz unten sozial hierarchisiert“ hätten,
  • dass „Araber [...] in den Golfstaaten ihre Arbeiter aus Pakistan etc. zu hunderttausenden heute noch wie Sklaven [hielten] und wie wir einige tausend Osteuropäer in der Fleischindustrie“,
  • dass in Nigeria die Yorubas die Ibos „hassen“ und die Hausas keinen Christen einstellen würden,
  • dass „die restliche Welt von den Erfindungen, Entwicklungen und Strukturen der westlichen Gesellschaften auch immens profitiert“ habe (als Verweis beispielsweise dieser Spiegel-Beitrag),
  • dass die derzeitige Entwicklung und Diskussion notwendig „- aber schuldig - nur weil man eine bestimmte Hautfarbe besitzt ist schon im Ansatz mehr als rassistisch“ sei,
  • dass man die „wahnwitzige Idee, Kultur, Können und Verhalten hätte etwas mit der Hautfarbe zu tun“, nicht abschaffe, „indem man eine höchst polarisierte Diskussion anfängt, in der es um nichts anderes mehr geht“.

Was nicht in den Kommentaren steht:

  • dass der CO2-Fußabdruck pro Kopf in Katar (siehe z.B. diesen RNZ-Artikel von 2012) bzw. in Ballungsräumen in Amerika, China und den Golfstaaten (siehe z.B. diesen Scinexx-Artikel von 2018) immens hoch ist, oder
  • dass Europäer auch Opfer von Kolonialisierung und Fremdherrschaft waren (siehe bespielsweise Irland, Osteuropa oder die Balkanstaaten).