Wie steht es um die Freiheit der Wissenschaft oder der Meinung?

Ein Universitätsprofessor aus Hamburg hat eine Partei mitgegründet, stand ihr lange vor, zog für sie ins Europaparlament... und hat sich dann von ihr so entfremdet, dass er sie verließ und eine neue Partei gegründet hat. Die indes war so erfolglos, dass seine Abgeordnetentätigkeit eine einmalige Episode blieb und er in seinen alten Beruf zurückgekehrt ist.

Diese Rückkehr wiederum wurde von einem Teil der Studenten überhaupt nicht goutiert, weshalb es bundesweit durch die Publikumspresse ging, dass und wie („massiv“) die erste Vorlesung des AfD-Gründers Prof. Dr. Bernd Lucke in Volkswirtschaftslehre gestört wurde. Nachzulesen ist das beispielsweise Tagesspiegel am 17. Oktober.

Selbstredend ging das Thema auch in den Social Media „steil“. So bezog beispielsweise ein „Social-Media-Manager“ der sozialdemokratischen Spitzenpolitik (Robin Mesarosch, früher u.a. Martin Schulz, derzeit Bundesaußenminister Heiko Maas – siehe hier auf Xing) auf Twitter eine klare Position (hier auf web.archive.org gespeichert:

Auf der einen Seite trifft Robin Mesarosch auf sehr viel Zustimmung, wenn man hunderte Retweets und tausende Likes als solches interpretieren will. Im Gegenzug trifft er aber auch auf Gegenwind in den Kommentaren. Beispielhaft sei hier die Replik von RolinLE eingebunden:

Natürlich ist der Sachverhalt in Richtung des Dienstherren sowie die Blogosphäre gewandert. Der Einfachheit halber sei auf diesen Beitrag von Jürgen Fritz vom 17. Oktober verwiesen, der die Stellungnahme der Wissenschaftssenatorin und des Universitätspräsidenten erst im O-Ton wiedergibt, um sie dann zu kommentieren.

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Es sind eine andere norddeutsche Stadt (Göttingen), ein anderer Anlass („Literaturherbst“) und eine andere Person (Thomas de Maizière), aber laut Tagesspiegel vom 22. Oktober haben „Aktivisten“ erneut einen ehemaligen Politiker an einem Vortrag gehindert.