Zivilcourage

Zivilcourage ist schon eine feine Sache und es ist auch mit wenig persönlichem Einsatz verbunden, sie empathisch zu beschwören.

Ist halt nur blöd, wenn man dann tatsächlich irgendwo dazwischen geht, das dann schief geht und der Zivilcouragierte bei Minimalstrente arbeitsunfähig ist, während dessen Familie auf Stütze lebt und, wenn dummerweise noch irgendwie etwas Kapital für die Altersvorsorge vorhanden ist, der anlassgebende Mensch eventuell auf die Idee kommt, vielleicht etwas Schmerzensgeld einzuklagen.

In dem Fall sonnt sich der eine nach kurzer Zeit wieder ganz normal, während der andere immerhin noch das Glück hat, zu leben. Das kann ja nicht jeder behaupten, der sich als Ort der Zivilcourage einen McDonald's-Parkplatz oder eine S-Bahn-Haltestelle aussucht.

Bevor man sich hinterher beschwert, muss man halt nur den richtigen Maßstab anlegen.
Dann passt das schon.