Zwei weitere Beispiele für den Streisand-Effekt

Weil es jetzt gut einen Monat her ist und das grundsätzliche Konzept offensichtlich nie verinnerlicht wird: YouTube löscht das Video einer Diskussion von drei Personen, die verschiedene/zahlreiche Leute aus unterschiedlichen Gründen wenig bis gar nicht leiden können, berichtete erst die Achse des Guten am 15. August. In der Folge berichteten u.a. Bild, Huffington Post und Welt.

Ähnlich ist es mit dem Reformator Martin Luther und der Kleinpartei NPD. Wenn nicht die Stiftung Luthergedenken Sachsen-Anhalt gegen eine Kombination der beiden vorgenannten, genauer: den einen auf dem Wahlplakat der anderen, vorgehen würde, gäbe es keine Berichterstattung u.a. von evangelisch.de und Welt (beide 28. August) sowie MDR (14. September), Deutschlandfunk (15. September) und Allgemeiner Zeitung (16. September).

Dabei ist es seit Barbra Streisand (jüngere Semester kennen sie vorrangig wegen des "Streisand-Effekts") bekannt und zuletzt durch Speit (durch dessen Beitrag "Finis Germania" bei Amazon an Platz 1 schoss, siehe dazu hier vom 13. Juni oder hier vom 24. Juni) bewiesen, dass die Aufmerksamkeit erst durch solche Maßnahmen steigt.

Ein schönes Gegenbeispiel ist die Bundeskanzlerin: Die lässt alle Angriffe unkommentiert an sich abtropfen. Sie wertet nichts auf und verschafft keine zusätzliche Aufmerksamkeit, gleich ob es sich um Beleidigungen, Satire oder was auch immer gegen die Person gerichtetes handelt. Oder erinnert sich doch irgendwer an irgendetwas?